Über die Liebe zur Musik…

Kosmonaut
Festival 2016

Vor 10 Monaten gepostet,von Yase

Es kehrt wieder Ruhe ein am Stausee Rabenstein. Die Veranstalter können sich, gemeinsam mit den ca. 15.000 Besuchern, zurück lehnen und auf zwei ereignisreiche, friedliche Tage zurückblicken.

 

Bei Temperaturen jenseits der 30° strömten tausende, teils schwer bepackte Kosmonauten aus allen Himmelsrichtungen auf den Zeltplatz oder das Festivalgelände. Zwischen all der Anstrengung wird sich wenig beschwert, man weiß das gute Wetter zu schätzen. Ein Kosmonaut schweigt, genießt und nutzt den See schließlich für eine verdiente Abkühlung. Zuvor gab es jedoch noch eine kleine Überraschug: Casper ließ es sich nicht nehmen, den Kosmonauten am Einlass eine kleine Freude zu bereiten und verteilte exklusiv Promo Shirts zur Neuankündigung seines neuen Albums und erfüllte diverse Autogramm- und Fotowünsche.

 

Während sich die Mehrheit der Anwesenden direkt in den See stürzte, erkundeten Andere, neugierig das Gelände. Zu Recht, denn auf dem Kosmonaut gibt es viel zu entdecken! Auf dem Weg zwischen der Haupt- und Noisey-Bühne fand sich neben vielen Gleichgesinnten alles, was das Herz begehrt. Neben diversen kulinarischen Köstlichkeiten bot sich auch immer die Gelegenheit das Treiben der Menge von einem ruhigen Plätzchen aus zu beobachten.

 

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Während die ersten Klänge von der Hauptbühne über das Gelände schallen, entern die ersten Kosmonauten die Badeinseln und beobachten das Geschehen auf dem Gelände. Auch von dort hatte man einen guten Blick auf die Bühne – hier wurde an alles gedacht! Mindestens ein Ohr hing dabei immer an den Bühnenklängen, man wollte ja schließlich nichts verpassen!

 

Neben dem Bühnenprogramm und den zahlreichen Autogrammstunden gab es noch mehr zu entdecken. Um die Fotoautomaten bilden sich amüsierte Menschen-Trauben und auch der eigens errichteten Minigolfplatz erfreute sich großer Beliebtheit. Natürlich ganz in Kosmonauten-Manier, mit viel Liebe zum Detail handgemacht!

 

Den Freitag versüßten Acts wie The Peters, von wegen Lisbeth, Itchy Poopzkid, Prinz Pi und Boy. Erst in den Abendstunden kühlte es etwas ab und die Tanzwut des Publikums nahm merklich zu.

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In den Umbaupausen der Hauptbühne durfte das Kuppelprogramm des Herzblatt-Studios natürlich nicht fehlen. In allerfeinster Herzblatt-Manier begaben sich Künstler und Publikum auf die Suche nach großen Gefühlsregungen.

 

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Während die Einen sich der Suche nach den großen Gefühlen hingaben, füllte sich der Platz vor der Hauptbühne bereits merklich. Ein weitere Highlight rückte näher: Die exklusive Festivalshow von Casper. Mit seiner energetischen Show riss er die 15.000 Anwesenden mit und rundete das Programm auf der Hauptbühne ab. Abschließend hallte sein neuer Song „Lang lebe der Tod“, der als Namensgeber für das neue Album fungiert, über das Gelände, in den Abendhimmel.

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Nach der Uraufführung verließ Casper schließlich mit der Nennung des Release Datums die Bühne und hinterließ ein baffes Publikum. Die Kooperation mit Blixa Bargeld, Dagobert & Sizarr weckte schon jetzt viele Erwartungen für den 23. September diesen Jahres.      

Casper – Lang Lebe Der Tod feat. Blixa Bargeld, Dagobert & Sizarr (official video) from officialcasperxo on Vimeo.

 

Der Samstag begann zögerlich, während sich die Kosmonauten langsam aus ihren Zelten schälten. Die Sonne zeigte sich zunächst von ihrer besten Seite, beugte sich dann aber schließlich den dunklen Wolken. Unwetterwarnung.

 

Der Einlass verzögerte sich zwar um mehrere Stunden, trübte die Stimmung jedoch in keinster Weise. Trotz der Verzögerung wich das Bangen um ein nahendes Unwetter schnell. Das Programm konnte mit wenigen Verlegungen wie geplant fortgesetzt werden, auch wenn die Auftritte von Playfellow und Giant Rooks leider entfielen.

 

Zwischen Sonne und Wolken füllte sich das Freiluftwohnzimmer am Stausee erneut. Während die Füße im Wasser baumelten oder Halt auf dem Festland hatten, widmeten sich die Kosmonauten dem musikalischen Potpourri. Feine Sahne Fischfilet, Wanda, Turbostaat, und Alligatoah mitsamt seinem Himmelfahrtskommando waren nur eine Auswahl an Namen, die sich an diesem Tag die Ehre gaben. Auch der Creepy Comedy Klub ließ sich in diesem Jahr nicht lumpen und sorgte beim Publikum für gute Unterhaltung.

 

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Einer der Slots spannte jedoch das gesamte Gelände auf die Folter: Der geheime Headliner. Der Platzhalter, der mit einem großen Namen gefüllt werden wollte.

 

Das Konzept des geheimen Headliners ging auch in diesem Jahr auf: Die drei ersten Töne erklangen, ehe der Vorhang fiel. Frenetischer Jubel hallte über das Gelände, während ein Teil der Anwesenden noch kurz brauchte um zu realisieren wer gerade vor Ihnen auf der Bühne stand. Getreu dem Motto Erwarte das unerwartete nahmen Die Fantastischen Vier kurzerhand das Publikum für die kommenden ca. 80 Minuten ein. Mit Platz 12 im Wettbüro sorgten sie für den gewünschten Überraschungseffekt.

 

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Mit ihrer Bühnenerfahrung überragten sie zwar einen Großteil der Anwesenden in Punkto Lebenserfahrung, wussten diese aber einzusetzen um die Kosmonauten von sich zu begeistern.

 

Das Kosmonaut Festival, ein buntes Medley an Eindrücken, das wir nur zu gerne im nächsten Jahr wieder besuchen! Den erprobten Festivalgänger erwartet hier ein unwiderstehlicher handmade-Charakter in wundervoller Kulisse mit unheimlich viel Charme. Unser Festival-Tipp für 2017!

 

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Fotos & Text: Yasemin Ikibas