Über die Liebe zur Musik…

The Front
Bottoms @ Privatclub Berlin, 25.02.2016

Vor 1 Jahr gepostet,von Eileen

Waren The Front Bottoms vor Jahren noch ein Geheimtipp, sind die 4 Jungs aus New Jersey inzwischen mit ihrem 5. Album ‚Back on Top‘ unterwegs durch die Clubs der Welt. Letzten Donnerstag konnten sich alle schnellen Berliner im schicken Privatclub von den Qualitäten der Band überzeugen. Hier einen kurzen Eindruck von dem seit Ewigkeiten ausverkauftem Konzert:

 

Als Support hatten die Front Bottoms die Kollegen von ‚Above Them‚ aus Yorkshire mitgebracht. Diese lieferten unterhaltsamen soliden, Punk Rock. Vereinzelt schlichen sich ein paar Ohrwürmer ein. Eine super Grundlage für die sehnsüchtig erwarteten Front Bottoms die zu Beginn „My Heart Will Go on“ abspielten während sie voller Spielfreude die Bühne betraten. Der typische Front Bottoms Humor zieht sich durch die gesammte Show. Los geht es mit ‚Skeleton‘ und ‚Motorcycle‘, dem Opener der letztes Jahr erschienenen aktuellen Platte. Bereits in der Schule gegründet, wissen sie auf ihre ganz eigene Art zu begeistern. Die Front Bottoms sind eine Mischung die einfach funktioniert, so wie sie ist. Musikalisch irgendwo zwischen Indie, (Post)punk und Pop, mit eingängien Melodien, catchigen Sing­along­zeilen, jeder Menge Ironie und etwas Melancholie aber genauso jeder Menge Druck hinter den Songs. Die Energie und der Spaß schwappen mit Leichtigkeit auf die Fans über. Viel Bewegung und Lautes mitsingen, hier kommt jeder auf seine Kosten.

 

Mit ‚Lipstick Covered Magnet‘ sowie ‚Au Revoir (Adios)‘ gibt es Songs der vorletzten Scheibe ‚Talon of The Hawk‘. Aktuelle Songs wie ‚The Plan (Fuck Jobs)‘, ‚Laugh till i cry‘, ‚Help‘ und ‚2YL‘ stehen aber im Vordergrund. Es wird getanzt und gegröhlt zu Zeilen wie „When my mind is uncertain my body decides‘ oder „This is what I want, motherfucker make it happen for me“. Besonders stark kommen die Songs vom 2009 erschienenen Selftitled an. Das selbstironische ‚The Beers‘ („And I will remember that summer / As the summer I was taking steroids / Because you like a man with muscles / And I like you.“), ‚Swimming Pool‘, ´Maps‘ („And I move slow, just slow enough to make you uncomfortable“) und mein Lieblings Front Bottoms Titel ‚Flashlights‘. Der ganze Club brüllt „when I am sad, oh god I am sad ­ but when I’m happy, I am happy and there’s just no place in­between for us to meet“. Es wird gehüpft, geschrien und alles andere herum vergessen. Gegen Ende dürfen wir einen Song wählen. Die Wahl fällt auf ‚West Virginia‘, auf Wunsch gibt es noch ‚Flying Model Rockets‘. Zum Abschied dann ‚Twelve Feet Deep‘ und ‚Twin Size Mattress‘ ein paar ältere Stücke, dann gehen alle glücklich nach Hause.

 

Fazit:

Above Them liefern einen guten Einsteig in den Abend, The Front Bottoms überzeugen durch ihre unverwechselbar eigene Art und Musik. Die Stimmung war großartig, die Atmosphäre echt stark. The Front Bottoms sind Back on Top.

Florian Schubert.

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"Eigentlich wollte ich ja nicht mehr über Musik reden... "