Über die Liebe zur Musik…

  • Gisbert zu Knyphausen & die Kid Kopphausen Band - Foto: Arabell Walter

Zwei Abende der
Erinnerung: Die Kid Kopphausen Band in Berlin.

Vor 2 Jahren gepostet,von Ara

„Wir haben doch auch mal ein Interview gemacht oder!? An Gesichter erinner ich mich immer gut….“, merkte Gisbert zu Knyphausen vergangenen Sonntag im Berliner Lido an. In der Tat – drei Jahre sind seit dem wirklich angenehmen Interview und dem wunderschönen Konzert in der Würzburger Posthalle vergangen. Nun traf man sich also in der Hauptstadt wieder – Gisbert im Rahmen seiner Tour mit der Kid Kopphausen Band und ich im Rahmen meiner Ausbildung. Damals steckte das Projekt Kid Kopphausen noch in den Kinderschuhen, die gemeinsame Platte war noch nicht veröffentlicht und Nils Koppruch weilte noch unter uns. Doch das Leben läuft nun einmal nicht immer wie geplant und ehe die wunderschönen Songs des Projekts in Vergessenheit geraten, ging es unter dem Namen Gisbert zu Knyphausen & die Kid Kopphausen Band noch einmal auf große Deutschlandtour . Vielerorts waren die Konzerte bereits nach wenigen Wochen restlos ausverkauft; zu groß der Wunsch der Fans, all die Lieder noch einmal live zu hören.

 

Gisbert zu Knyphausen & die Kid Kopphausen Band - Foto: Arabell WalterBeide Abende im Lido sind seit dem späten Herbst restlos ausverkauft, doch ehe es mit der angekündigten Kombo los geht, steht plötzlich eine völlig unbekannte junge Künstlerin auf der Bühne. Lilly kommt aus Niederbayern, wohnt nun jedoch, wie ihre vier Mitmusiker, in Würzburg (die Welt ist ein Dorf.) – die beiden Support Shows für Gisbert & Co. werden zu den ersten beiden gemeinsamen Auftritte der Band. Das Publikum zeigt sich überrascht und lässt sich fesseln, nur ganz hinten an der Bar wird wie gewohnt ein wenig gequatscht. Doch der Rest blickt gebannt in Richtung Bühne, wippt zu den poppigen Melodien und hilft sogar bei einem Mitsingpart fleißig aus. Quasi ein Publikum, wie man es jedem Support nur wünschen kann.

 

Kurz nach halb neun betreten Felix Weigt, Alexander Jezdinsky, Marcus Schneider und Gisbert zu Knyphausen die Bühne des Lidos – die Stimmung des Berliner Publkums ist sowohl Sonntag als auch Montag angenehm vorfreudig. Gleich zu Beginn verkündet Gisbert, dass es eine bunte Mischung aus Kid Kopphausen-, Cover- und seinen eigenen Songs geben würde. So beginnt der Abend mit „Haus Voller Leerchen“ und „Staub und Gold“. Sie klingen anders als in der Studio-Version. Die Band hat sich Mühe gegeben, die Lücken, die ihr Freund und Bandkollege hinterlassen hat, zu füllen und es ist ihnen mehr als gelungen. Spätestens als bei „Das Leichteste der Welt“ der ganze Saal tobt und aus voller Kehle und mit ganzem Herzen mit singt, weiß man insgeheim, dass Nils Koppruch immer noch auf eine gewisse Art und Weise anwesend ist; „Never mind the Darkness Baby, you will be saved by Rock’n’Roll…“

 

Und mindestens genauso gut kommen Gisberts eigene Songs beim Publikum an. Mal zusammen mit der Band in neuen Versionen, mal ganz allein mit der Akustik-Gitarre. „Spieglein, Spieglein“, „Dreh Dich Nicht Um“, „Erwischt“ oder auch „Kräne“ sind nur einige der Lieder, die ihren Weg auf die Setlist gefunden hat, die immerhin 24 Stücke umfasst.
Es ist ein schöner Abend, einfach alles scheint zu stimmen. Es ist gleichzeitig ein Blick in die Vergangenheit als auch ein Blick in die Zukunft, als Gisbert den ein oder anderen neuen Song präsentiert. Danke.
„Ich sag toll, wie soll es jetzt weiter gehen? Und Du sagst naja so wie immer: Schritt für Schritt….“

 

Lilly

 

Gisbert zu Kyphausen & die Kid Kopphausen Band

 

Fotos: Arabell Walter.

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Ganz egal, ob die Welt jetzt untergeht - ich will mein Tape nur noch zu Ende hören...