Über die Liebe zur Musik…

  • Enter Shikari - Quelle: MLK
  • Enter Shikari in Berlin - Foto: Arabell Walter

Mit Enter Shikari
& Hacktivist in die neue Konzertsaison

Vor 3 Jahren gepostet,von Ara

Der 15. Januar – ein guter Tag, um in die Konzertsaison des Jahres 2015 zu starten! Während sich die halbe Hardcore Szene Berlins zum Astra Kulturhaus zu Sick Of It All, Ignite & Co. aufmachte, ging es für mich erstmalig ins Kesserlhaus der Kulturfabrik. Dort würden die beiden britischen Bands Hacktivist und Enter Shikari auftreten. Nachdem ich Enter Shikari Ende 2013 das erste Mal live in Wiesbaden erlebt hatte, war mir klar, dass es sich a) um eine der besten Livebands Europas handeln musste und ich sie b) von nun an auf keiner Deutschlandtour mehr verpassen durfte! Nun waren sie nach einem knappen Jahr zurück – im Gepäck die brandneue Platte „The Mindsweep“, die am Folgetag erscheinen würde.

 

 

Doch eher die Trace Core-Helden auf die Bühne durften, ging es mit den Rap Core Jungs von Hacktivist los, die bereits auf der letzten Shikari Tour mit an Board waren und sich bereits damals in die Herzen derer Fans gespielt hatten. Das sah man nun auch im bereits mehr als gut gefüllten Kesselhaus. Die Menge ging mit, sang mit, feierte mit und schwitzte schon einmal ordentlich vor. Und die einzige Enttäuschung blieb, dass die Jungs keine Tonträger dabei hatten – schade!

Enter Shikari in Berlin - Foto: Arabell Walter

Nach einer halben Stunde Umbaupause starteten Enter Shikari mit „Solidarity“ ihren Auftritt – mehrere hunderte Stimmen, die sich zum gemeinsamen Chor „And still we will be here standing like statues…“ erhoben. Ein Moment, der bei mir immer wieder auf’s Neue Gänsehaut hervorruft. Doch dafür blieb keine Zeit, denn „The Paddington Frisk“ jagte sofort hinterher und Rou Reynolds bewies abermals, was für ein Energiebündel er doch ist. So hielt es ihn auch an diesem Abend nicht lange auf der Bühne. irgendwann zwischen „Destabilise“ und „Rat Race“ verschwand er im Publikum, um plötzlich inmitten der Fans vom Balkon aus weiter zu singen.
Mindestens genauso schön war der Moment, in dem die Band während des Songs „Gandhi Mate Gandhi“ anstatt des titelgebenden Zitats „Can You Feel The Love Tonight?“ einbaute – großartig.

 

Anlässlich der Tatsache, dass ihr viertes Album „The Mindsweep“ wenige Stunden später offiziell erscheinen würde, bauten die vier Engländer auch mehrere Lieder daraus in die Setlist ein. Gerade „Anaesthetist“ kam beim Berliner Publikum überraschend gut an. Die Kehrseite der anstehenden Veröffentlichung war natürlich die Einbuße des Überhits „Sorry You’re Not A Winner“, womit auch die vielen Menschenpyramiden im Publikum ausblieben. 

 

 
Nach zwölf Songs verschwanden die Jungs kurz vor der Bühne, um wenige Momente später für die Monster-Zugabe bestehend aus „Juggernauts“, „Constellations“ und „Sssnakepit“ zurück zu kommen. Den absolut krönenden Abschluss gab es dann ein wenig später am Merchstand, wo ich die neue Platte in hübscher Splatter-Vinyl-Optik gleich mit nach Hause nehmen durfte. Alles in allem also ein ganz wunderbarer Auftakt in die kommende Konzertsaison, die bereits jetzt so vieles verspricht!

 

About Ara

Ganz egal, ob die Welt jetzt untergeht - ich will mein Tape nur noch zu Ende hören...