Über die Liebe zur Musik…

Die
Beatsteaks in Stuttgart

Vor 3 Jahren gepostet,von Yase

Vor der Schleyerhalle herrscht reges Gedränge. Es fällt schwer sich einen Weg durch Vorfreude und Aufregung zu bahnen. Ausverkauft. Während an sämtlichen Aufgängen zur Halle Leute versuchen noch Karten zu verkaufen, beginnt der Wettlauf um die besten Plätze.

 

Die Halle füllt sich und mit einer kleinen Verzögerung betritt die Vorband Bilderbuch die Bühne. Es ist das vorletzte Konzert als Vorband für die Berliner und zeitgleich das, der Creep Magnet Tour. Mit Einflüssen aus sämtlichen Musikgenre legen sie sich ihren Sound zurecht und stellen ihre Bühnenerfahrung unter Beweis. Die vier Österreicher scheinen bei den Anwesenden gemischte Reaktionen hervor zu rufen. Das Publikum gibt sich zwar interessiert, der bekannte Funke mag jedoch nicht über springen. Da hilft leider auch das Coverfoto auf der aktuellen Intro nicht. Nach einer guten halben Stunde verlassen sie unter Applaus die Bühne. Doch das Bauchgefühl lässt mitschwingen, dass man von diesen vier Herren noch hören wird!

 

Umbaupause. Die Stuttgarter geben sich gewohnt gelassen, kein Grund zur Aufregung. Kurz darauf erlischt das Licht, die Augenpaare schnellen nach vorne und treffen auf ein breites, charmantes Grinsen. Ein Clown eilt in großen Schritten von einer auf die andere Bühnenseite. Ein Clown? Die Blicke mancher Besucher sprechen Bände. Die pure Verwirrung, gefolgt von einem herzlichen lächeln. Trotz allem wird seinem Treiben mit einem neugierigen Applaus und vereinzelten Jubelrufen gefolgt. „Fertig“ lässt er in großen Lettern auf seinem Schild verlauten und verschwindet unter tosendem Applaus, hinter dem Vorhang.

 

Einige Augenblicke später zeichnen sich große Silhouetten auf dem Vorhang ab. Kurz darauf folgen die ersten Akkorde von „Summer“. Der Vorhang fällt und ein frenetischer Jubel setzt ein. Die Beatsteaks sind in Stuttgart und wissen das lautstark zu zelebrieren. Das Publikum gibt sich bei dem Klassiker textsicher und kann auch bei dem darauf folgenden Song „A Real Paradise“ folgen.

 

Whatever place you may hide, I keep my arms open wide“, schallt es über die Köpfe hinweg. Wahrlich, an diesem Abend will und muss sich niemand in der Schleyerhalle verstecken. Die Band und das Publikum empfangen sich mit offenen Armen. Die Chemie stimmt. Gewohnt authentisch und souverän, folgt eine ausbalancierte Mischung aus alt Bekanntem und neuen Songs. Die Spielfreude ist deutlich zu sehen und ist ansteckend.

 

Die Nähe zum Publikum zieht sich durch die gesamte Show. Mal mittendrin oder von der Bühne aus. Sänger Arnim hat die Meute im Griff. Doch auch den anderen Bandmitgliedern hängen die Leute an den Lippen. Der Abend gestaltet sich schweisstreibend, zaubert der Menge aber ein zufriedenes Grinsen ins Gesicht. An Abenden wie diesen ein einziges Highlight zu benennen fällt schwer, klar ist jedoch, dass jeder seine eigenen Höhepunkte mit aus diesem Pulk nehmen wird.

Unermüdlich singen, tanzen und springen sich Band und Publikum durch die Songs, die Spontaneinlagen und Zugabenblöcke. Selbst als die Setlist den letzten Song ankündigt, soll dieser Abend noch kein Ende nehmen. Es folgt „So lonely“ ein Cover von „The Police“ und zum krönenden Abschluss „I never was“. Unter tosendem Jubel verlässt die Band die Bühne, zum letzten mal an diesem Abends.

 

Die Lichter gehen aus and Everything went black.

 

 

DN7A9633Setlist

Summer

A Real Paradise

DNA

Milk & Honey
Say Say Say

Cheap Comment

Everything Went Black

Jane Became Insane

Under A Clear Blue Sky

Big Attack
Hail to the Freaks

As I Please

Hey Du

Gentleman Of The Year

Let Me In

Hello Joe

Hand in Hand

Up On the Roof

Cut Off the Top

Automatic

-Piano-

Frieda und die Bomben

Idcalays

(So Lonely)
(I Never Was)

 

 

Text & Fotos: Yasemin Ikibas | YIART Photography

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