Über die Liebe zur Musik…

Kraftklub –
Vertraute Klänge in schwarz

Vor 3 Jahren gepostet,von joscha

kraftklubWenn man sagt, dass die Erwartungen auf das neue Kraftklub Album „In Schwarz“ hoch sind, wäre das mehr als untertrieben. Nach dem bombastischen Erfolg von „Mit K“ schauten die Massen aufgeregt auf die Chemnitzer. Und ohne es zu merken ließ sich die deutsche Musikwelt von der geheimnisvollen Band „in Schwarz“ täuschen, was sich in echt nur um einen PR-Gag für die neue Single handelte. Nun ist es soweit: Das Album ist da. Aber kann es den Erwartungen standhalten?

 

Ja ok, ich bin auch auf den „In Schwarz“-Gag reingefallen. Aber diese linken ACAB-Punk-Songs ziehen bei mir auch einfach immer… Nach wie vor gefällt mir die Spaß-Version von „Hand in Hand“ besser als die auf dem Album aber das ist sicherlich einfach Geschmackssache. Nun findet sich der Song in der Mitte von 16 Songs. 16 Songs die nicht mehr Kraftklub sein könnten. Geballte 59 Minuten bekommt man für sein Geld geboten. Andere deutsche Bands schaffen es gerade mal auf knapp die Hälfte.

 

Nach dem ersten Hören wusste ich nicht so recht was ich von „In Schwarz“ halten soll. Nach dem zweiten Mal auch nicht… Das Problem was ich hatte, war der typische „Kraftklub-Sound“. Alles klingt bekannt und irgendwie auch ähnlich was es mir schwer gemacht hat, mich in das Album reinzuhören.

Hat das Album meine Erwartungen erreicht oder sogar übertroffen? Das kann ich so gar nicht sagen da ich keine besonderen Erwartungen hatte. Grundsätzlich bin ich davon ausgegangen dass „In Schwarz“ eine Fortsetzung von „Mit K“ wird und das ist es meiner Meinung nach auch. Ich hätte mir etwas mehr Experimentierfreudigkeit gewünscht. Das Feature mit Casper bietet dem Album meiner Meinung nach auch keinen Mehrwert. Musikalisch ist es sicher das experimentellste aber nein, nicht mein Fall. Auf mich wirkt der Rap-Part von Casper einfach zu „gewzungen“ und reingeworfen.

 

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Es gibt die üblichen amüsanten Außenseiter-Texte wie man sie kennt. „Mein Rad“ geht um ein geklautes Fahrrad, „Irgendeine Nummer“ handelt von, was auch sonst, einem Mädchen und „Meine Stadt ist zu laut“ dreht, ähnlich wie es bei „Hand in Hand der Fall war, den Spieß um schildert die Gedanken einer Person die sich über zu laute Clubs beschwert. Von „Unsere Fans“ und der oben genannten Version von „Hand in Hand“ bin ich nach wie vor Fan! Ein paar Mal kann ich es mir anhören aber dann wird es mir zu langweilig. „In Schwarz“ ist ein gutes Album wenn man eine Platte will, die genau wie „Mit K“ klingt. Eine hörbare Scheibe aber wird sicher nicht mein Liebling. Ich bin gespannt wie die Massen es aufnehmen werden aber ein Platz 1 ist dem Album vermutlich sowieso schon sicher.

 

Joscha

About joscha

1988er Jahrgang, verliebt in Schallplatten, wohne und lebe in Köln und mache irgendwas mit Medien.