Über die Liebe zur Musik…

Grand Griffon
– gewöhnlich ungewöhnlich

Vor 3 Jahren gepostet,von joscha

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  • Joscha:

Es ist soweit, Grand Griffons zweiter Angriff auf die Musikwelt steht in den Startlöchern und wartet nur darauf, sich in eure Ohren einzubrennen. Am 15.08. erscheint „Mattachine“ beim Label Zeitstrafe, begleitet von einer umfangreichen Tour durch Deutschland. Die Tourdaten gibt es am Ende des Artikels.

 

Wenn man die Aufgabe hat „Mattachine“ kurz und knapp zusammenzufassen, weiß man gar nicht wo man anfangen soll. Auch nach zwei Wochen hören fällt es mir immer noch schwer das Album zu beschreiben. Ich denke das Wort „viel“ wäre ziemlich passend. Da es niemandem helfen würde wenn ich es dabei belassen würde, versuche ich es aber anders zu beschreiben.

 

Warum „viel“?
Grand Griffon fügen sich nicht irgendwelchen Formen, sondern bedienen sich der Elemente verschiedenster Musikrichtungen. Das hört sich jetzt aber chaotischer an als es ist. Genau genommen bietet „Mattachine“ genau das, was sich jemand wünscht der vom stumpfen Punk oder emotionalen Hardcore gelangweilt ist. Punkige Texte treffen Hardcore Musik. Manchmal gibt es musikalisch „auf die Fresse“ und beim nächsten Song geht es wieder melodisch zu. Einerseits experimentell, andererseits ein gewohnter Klang. Ich schätze genau das ist der Grund, warum ich das Album mag: Es klingt anders aber trotzdem kennt man es.

 

Ein Liebling hat sich schon beim ersten Hören abgezeichnet: „Siste linjer“. Beim Song hilft Arne von Captain Planet aus und gibt die perfekte Ergänzung zu Griffon-Sänger Helge. Mit diesem Song kommt zur musikalischen Abwechslung auch eine stimmliche hinzu, was einfach fabelhaft funktioniert. Das ganze wird durch einen Text vervollständigt, den wahrscheinlich jeden Hörer an eine Situation der Vergangenheit erinnert:

Morgen erinnert sich an gar nichts
Und Gestern wartet nicht auf dich
Die Gezeiten haben sich umgekehrt
Du liegst am Meeresboden, doch das Wasser will dich nicht

 

Ab Freitag dem 15.08. ist „Mattachine“ im Handel erhältlich. Musik zum nachdenken, mitsingen oder beides.

 

  • Eileen:

Vielleicht kennt ihr das; so wie jeden Tag auf dem Weg zur Arbeit/Uni/sonstwohin schmeißt ihr den mp3-Player an und müsst euch für die musikalische Untermalung des Alltags entscheiden. Doch seitdem die neue Grand Griffon Scheibe zum Inventar meines tragbaren Musikspeichers gehört, wird mir die Entscheidung abgenommen, da ich einfach nichts anderes mehr hören kann oder eher möchte.

Die Ähnlichkeit zum ersten Album „Protektor“ ist eindeutig zu hören, doch klingt „Mattachine“ klarer und besser produziert. Um es kurz zu machen – das Album ist wieder einmal krass gut geworden!

 

Grand Griffon, die ehemaligen Mitglieder von Escapado, Tackleberry und Kurhaus, mischen innerhalb von 12 Songs Hardcore und Punkrock unter packende Textpassagen, die man gar nicht mit den restlichen fantastischen norddeutschen Bands über einen Kamm scheren will. Hier harmonisiert und knallt alles auf seine eigene Art und Weise. Helge textet wieder grandiose kryptische Zeilen zusammen, sodass ich mit dem zitieren gar nicht hinterher kommen würde.

 

Demnach tut euch selbst den Gefallen: Kauft die Platte und besucht die Shows.

Lieblingslieder: Technicolor, Siste Linjer, Wir haben aufgehört

 

 

Grand Griffon Live:
13.08.2014 Berlin, Tiefgrund
14.08.2014 Mainz, Haus Mainusch
15.08.2014 Köln, Privat
16.08.2014 Leipzig, Erythrosin
29.08.2014 Kiel, Schaubude
20.09.2014 Hamburg, Störtebeker
04.10.2014 Rendsburg, T-Stube
16.10.2014 tba
17.10.2014 Halle, Turm
18.10.2014 Chemnitz, AJZ
29.11.2014 Hamburg, Rote Flora

About joscha

1988er Jahrgang, verliebt in Schallplatten, wohne und lebe in Köln und mache irgendwas mit Medien.