Über die Liebe zur Musik…

35 Jahre Druckluft
mit Captains Diary, Tigeryouth, Matze Rossi & Matula

Vor 3 Jahren gepostet,von Eileen

Oberhausen, 02. August 2014: Das Druckluft lud zum Geburtstag ein und tischte uns ein sehr schmackhaftes LineUp auf, sodass ich mich gezwungen sah die paar 600km in Kauf zu nehmen und mal eben für Captain’s Diary, Tigeryouth, Matze Rossi und Matula ans andere Ende der Republik zu brettern.

 

Gespannt war ich vor allem auf die vielen kleines Extras wie z.B. die Flut an veganem Essen und Naschereien. Hervorragend! Und dann sollte da noch so ein kleines DIY-Area zum Basteln aufgebaut werden. In jener Hinsicht machte allerdings das Wetter dem Aufbau einen Strich durch die Rechnung. Verdammt! Am Druckluft angekommen blieb es dann aber doch für den restlichen Abend trocken. Bis es richtig losging, dauerte es noch eine Weile und der Biergarten erfüllte wie immer seinen Zweck.

 

Tigeryouth holte uns rein, denn es sollte losgehen. Als erstes ging Captain’s Diary auf die Bühne. Wenig Publikum war im Raum, aber jene die dort standen spitzen aufmerksam die Lauscher. Es folgten Oden an die Musik und schöne Alltagsgeschichten, wobei mir trotzdem die Prise Pfeffer fehlte, aber ein feiner Einstieg war das dennoch!

 

Kurze Pipipause und dann stellte sich Tigeryouth, der extra sechs Stunden mit dem Fernbus anreiste, auf die Bühne. Tilman spielte einige Lieder, die ich noch nicht kannte. Recht bald reiste ihm die erste Saite, doch ganz entspannt erklärte er, dass er ja Vollprofi sei und sein Roadie Matze Rossi übernahm schnell die Reparatur. Mehr Menschen guckten zu dem Zeitpunkt zu, doch waren sie ungewohnt distanziert. Da haben mich die Berliner Konzerte vielleicht etwas zu sehr verwöhnt, denn von partizipierenden Stimmen seitens der Zuschauerfront war nicht so viel zu hören.

 

Ich ärgerte mich, dass ich Matzes Rossis Einsatz verpasste und erst zum zweiten Lied die Halle betrat. Nach Aufforderung rückten die Menschen etwas nach vorne und plötzlich waren da auch außer mir zwei/drei Leute, die die meiste Zeit mitsingen konnten. Schön! Matze haute Klassiker wie „Balsam“ aus dem Ärmel, spielte zu meiner Freude alte Songs wie „Wenn das ein Film wäre“ und natürlich die neuen Hits der „Und jetzt Licht, bitte!!!“-Scheibe.

 

Zu guter letzt liefern Matula natürlich wie immer ab und grooven sich so durchs gängige Programm. Der Hase lief und dadurch durfte der ein oder andere Stampfer eines Klimpernden schonmal ganz famous auf der Monitorbox platziert werden. Selbst Robert am Schlagzeug war so im Flow, dass er, als das Stöckchen in der einen Hand plötzlich einen Abflug machte und die Band einem Takt ohne Beat ausgesetzt war, schnell zur Seite griff und erneut so einsetzte, als hätte er nie ohne diesen Break gespielt.

 

Spaß hatten wir auf jeden Fall alle und gefeiert wurde noch bis spät in die Nacht.
Es folgen ein paar Konzertbilder. Happy Birthday Druckluft! Auf 35 weitere Jahre voller schöner Veranstaltungen!

Fotos: Eileen Neubert

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"Eigentlich wollte ich ja nicht mehr über Musik reden... "