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BAM!
Die Beatsteaks sind zurück!

Vor 3 Jahren gepostet,von Ara

BEATSTEAKS_Album CoversmKNALL – „Good Morning!“ – KNALL KNALL. Meine Damen und Herren, die Beatsteaks sind zurück! Die Zwangspause ist überwunden, Schlagzeuger Thomas ist wieder vollständig genesen. Man spielte einen Überraschungsauftritt bei Rock am Ring, veröffentlichte ein großartiges Paket namens „Muffensausen“ , das sich aus Konzertfilm, Banddoku und Live CD zusammenstellte, plakatierte die Hauptstadt von oben bis unten mit „Gentleman Of The Year“-Plakaten und Stickern zu und nahm irgendwo dazwischen innerhalb von gerade einmal 20 Tagen die neue Platte auf. Über deren Namen „Beatsteaks“ könnte man sich streiten, lustig machen oder man ignoriert ihn. Ich entscheide mich für letzteres.

 

Die bereits siebte Platte der Beatsteaks sucht sich ihren Platz irgendwo zwischen „Smack Smash“ und „Boombox“; solide, sympathisch und vor allem tanzbar, aber lange nicht so aggressiv wie „.limbo messiah“. Im Gegenteil: Es ist eine wahre Gute Laune Platte und innerhalb der Band weiß man mittlerweile, wie man die unterschiedlichen Stärken perfekt zusammensetzt. So variiert Arnim auf dem neuen Werk mit seiner Stimme wie auf keinem vorherigen Album: Kopfstimme, klarer Gesang oder Schreihals – alles ist vertreten! Es folgt für euch der Schnellcheck:

 

Los geht es mit „A Real Paradise“ –  Good Morning! Der erste Song knallt direkt und macht deutlich: Die fünf Berliner sind wieder da. Eine großartige Wahl für einen Opener  und bereits während diesen intensiven zwei Minuten macht sich ein Gefühl breit, dass die restlichen 33 Minuten anhalten wird: Ich will tanzen und feiern – diese Band wieder live erleben! So muss das sein! Weiter geht es mit „DNA“ und da man den Song schon seit mehr als einem Monat kennt, zieht er einen weiter in den Bann der Platte – quasi die treibende Kraft auf Startposition Nummer zwei.

 

Achtung: Subjektive Meinung!

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Beim dritten Lied folgt die erste Überraschung: Nachdem er bereits zwei B-Seiten eingesungen hatte, ist Schlagzeuger Thomas mit „Be Smart And Breathe“ nun auch auf einem Album als Sänger vertreten, was dem Stück seinen ganz eigenen Sound gibt und ihn von den restlichen drei abheben lässt. Gleichzeitig wirft es aber auch die Fragen auf, ob und falls ja, wie das live funktionieren wird? Wieder einmal mit Arnim am Schlagzeug? Das könnte lustig werden!
Weiter geht es mit „Make A Wish“, einem Song mit Radio Hit Potenzial! Über knapp vier Minuten hinweg steigert sich das Lied von einer einfachen Ballade hin zu einer wahren Powerballade und ich sehe vor meinem inneren Auge schon ein Meer aus Seifenblasen in einer ausverkauften Wuhlheide – ein großartiger Song, der sich direkt zu einem meiner Favoriten gemausert hat.

„My heart is a mess, a ton of broken glass.

There’s nothing you can do, but love me when you can and hold on, too.“

(Up On The Roof)

 

„Everything Went Black“  und „Up On The Roof“ überzeugen mit gekonnten Kopfstimmen-Einsatz mehrere Bandmitglieder und gerade ersteres sprüht vor guter Laune. Welche andere Band würde das muntere Lachen des Sängers denn bitterschön auf der Aufnahme lassen? Mein absoluter Favorit hat seinen großen Auftritt auf Platz Nummer sieben: „Pass The Message“ groovt sich mit einem Bass-Part, der „I Don’t Care…“ gewaltig Konkurenz macht, direkt ins Herz „Wohooo“, – wer bei diesem Song nicht in Tanzlaune kommt, macht ganz eindeutig etwas falsch. Für mich in der Tat sogar der Sommerhit 2014!

„We go up, we go down, we get better. So long, so long, so long. Come on, you know they’re waiting  for us outside. It’s in the air – all I care about is you.  […] You got me now, you know it. So go on and pass the message. I feel you know, you know it. I don’t need no second guesses.  I can’t keep quiet – honestly! You got me dancing in street. Don’t leave me far behind and wherever you go you know, you’re always on my mind.“

(Pass The Message)

 

Wer die rockigen Beatsteaks vermisst, kommt zumindest bei „Wicked Witch“ voll und ganz auf seine Kosten. Hört sich für euch die Mischung aus Turbostaat, Billy Talent und „Bullets From Another Dimension“ interessant an? Dann freut euch auf diesen Song! Zum Ende der Platte flaut es mit „Creep Magnet“ noch einmal kurz ab – das Lied ist zwar zu 100% tanzbar, aber in meinen Ohren das schwächste Glied der Kette. Womöglich klingt er mir zu verspielt.

„While you run around collecting answers, locking here and there when you know he’s never going to be, what you want him to be. Creep Magnet. Why don’t you get what you came from. Sweet rabbits, in another dimension. When is it going to happen?“

(Creep Magnet)

„I Never Was“ rundet das siebte Album der Beatsteaks perfekt ab und ich bin froh, dass Arnim weder Schlagzeuger, noch Akrobat oder Astronaut  – wie er in dem Lied singt -, sondern tatsächlich Sänger dieser Band geworden ist.  Die selbstbetitelte Platte klingt wieder einmal anders als frühere Werke, aber im Gegensatz zur Boombox nicht vollkommen fremd, sondern mehr oder weniger vertraut. Gebt der Platte mehrere Durchläufe und schaut euch die Jungs unbedingt live an – würde mich wundern, wenn es dort nicht wie in all den Jahren zuvor wieder richtig knallen würde. Und um es nun mit den Abschlussworten der fünf Berliner zu sagen: Good Night!

About Ara

Ganz egal, ob die Welt jetzt untergeht - ich will mein Tape nur noch zu Ende hören...