Über die Liebe zur Musik…

Pascow
– Diene der Party!

Vor 4 Jahren gepostet,von joscha

„Punk doesn’t pay the bills“ – Mit diesen Worten kehrte im Hause Pascow vor längerer Zeit Ruhe ein. Doch mit dieser Ruhe ist nun endlich Ende, denn die vier Herren sind zurück und sie sind sehr laut. Am 28.2. erscheint ihr neues Studio-Album „Diene der Party“, welches die deutsche Punkwelt mit Euphorie erfüllen wird.

 

Eins kann man direkt zu Beginn sagen: Der unverkennbare Pascow-Sound ist immer noch da. Keine Experimente, aber es wird andererseits auch nicht auf der Stelle herumgetrampelt. 15 schnelle Songs gibt es zu hören. Im Allgemeinen kommen die meisten Lieder direkt zur Sache sodass bei „Verratzt“ schon 41 Sekunden ausreichen, um ein Statement zu setzen. Highlights haben sich hier schon beim ersten Hören abgezeichnet. Neben dem Titel-Track „Diene der Party“ wäre da z.B. „Fluchen und Fauchen“ was sich mit seiner Alltags-Realität direkt ins Herz spielt.

Ich hasse Blödheit, am meisten meine

So geht Slapstick also heute, bescheißt mich niemand, dann mach ich’s.

„Lettre Noir“ ist für mich ein eindeutiger, verbaler Mittelfinger gegen eine stark umstrittene Band . Man muss nicht lange überlegen um zu verstehen um wen es sich bei den folgenden Zeilen handelt:

Die Hölle näht fast alle Fahnen, auch die, die sie zum Echo tragen.

Wald und Wiesen, Berg und Tal, allen Vier seid ihr egal.
Weil Dummheit dann gefährlich ist, wenn sie für dich von Heimat spricht.

Über Bödsinn aus Tirol werd‘ ich nie mehr singen.

Songtitel wie „Merkeljugend“ oder „Die Realität Ist Schuld, Dass Ich So Bin“ sprechen eigentlich schon für sich selbst. In den Texten geht es insgesamt überwiegend um Einzelschicksale und, wie es sich beim Punk gehört, darum wie abgefuckt man eigentlich ist. Sei es der versoffene und traurige Rückweg nach einem Abend, zerbrochene Beziehungen oder die umschriebene Reiseplanung eines Flüchtlings. Darüber hinaus blüht die Platte nur so von Anspielungen von denen ich ich hier gar keine vorwegnehmen möchte (am meisten Spaß macht es ja Anspielungen selber zu entdecken, nicht wahr?).

 

Was ich besonders mag sind die melodischen Zwischenspiele. Das Intro von „Castle Rock“ hätte von mir aus schon fast ein rein instrumentales Zwischenspiel bleiben können (was das Lied an sich aber nicht abwerten soll).

„Diene der Party“ hat meine Erwartungen definitiv erfüllt, sogar bei weitem übertroffen und ich freue mich schon einige der Lieder bei der kommenden Tour live bestaunen zu dürfen. 100 prozentige Kaufempfehlung meinerseits was sowohl Konzerttickets, als auch Album betrifft!

 

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Joscha Häring

About joscha

1988er Jahrgang, verliebt in Schallplatten, wohne und lebe in Köln und mache irgendwas mit Medien.