Über die Liebe zur Musik…

Polar Bear
Club – Death Chorus

Vor 3 Jahren gepostet,von blacksoot

Endspurt für das Jahr 2013. In puncto Alben-Releases kann man dieses Jahr sehr zufrieden sein. Doch bevor alle ihren Schlußstrich ziehen haben sich die unermüdlichen Tourer von Polar Bear Club noch mit ihrem neuen Album Death Chorus dazwischen gemogelt. Die diesjährige Tour lief unglaublich gut und der aktuelle Longplayer ist auch „schon“ zwei Jahre alt. Also der perfekte Zeitpunkt für ein neues Album…

 

Während Polar Bear Club sich also ins Studio begaben und die Vorfreude groß war, trat für Frontmann Jimmy der ultimative Worst Case ein, denn für einen Sänger gibt es wohl nichts schlimmeres als den Verlust des eigenen Stimmumfangs. Oft sind Stimmbänder-Probleme mit Ruhe und Auszeit wieder zu beheben, aber was tun wenn keine Besserung in Sicht ist und man mit einem Bein noch im Tourbus und dem anderen schon im Studio steht? Anstatt einen neuen Sänger zu suchen oder der Stimme weiter zu schaden, versuchte Jimmy eine komfortablere  Stimmlage zu finden. Eine Veränderung die vorab vielen mit dem ersten musikalischen Eindruck durch die Single Blood Ballon unangenehm aufgestoßen ist. – Mainstream-Scheiße! Rise Records hat’s versaut! Total weichgespült! Ist das noch Punk?! – Vieles mussten sich die Jungs aus Rochester anhören. Sänger Jimmy nahm sich die Kritik zu Herzen und äußerte sich auf ihrem tumblr-blog  zu der Situation. Ich empfehle jedem sich diesen Eintrag einmal durchzulesen. Er dient nicht als Entschuldigung, aber zumindest in meinem Fall weckte er das Verständnis.

 

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Der Unterschied ist nicht abzustreiten und wird vorallem im direkten Vergleich zu den Vorgänger-Alben mehr als deutlich. Der raue und kratzige Begleitton in der Stimme ist verschwunden und Death Chorus präsentiert uns einen durch und durch cleanen Gesang. Das viele hier aber vom schlechtesten Album zu sprechen finde ich mehr als unverständlich. Denn musikalisch hat sich bei Polar Bear Club eigentlich nicht viel geändert, ein bisschen mehr Pop-Punk als noch auf „Clash Battle Guilt Pride“, aber Songs wie WLWYCD  oder For Show  setzen sich immer noch genauso erfolgreich in die Gehörgänge. Eine Erwähnung verdient auch das stets im gleichen Stil gehaltene Artwork, dass u.a. Elemente von Sometimes Things Just Disappear aufgreift und auf dem Vinyl-Klappcover besonders schick daher kommt.

 

Polar Bear Club/Death Chorus

Release: 5.November/Rise Records

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