Über die Liebe zur Musik…

Hot Water
Music @ StageIt – Ein Fazit.

Written by Ara, 3 Jahren ago, 0 Comments

Hot Water Music @ StageItEin Dezembersamstag – ich bin todmüde und froh, dass die einzige wirkliche Aufgabe des Tages aus einer Gassi-Runde mit dem eigenen Hund besteht. Halt Stop! Für 18:00 Uhr hatte ich mir einen Termin eingetragen: Das Hot Water Music Concert auf StageIt, dem ich nach wie vor skeptisch entgegen blickte. Aber ich wollte mich ja überraschen lassen.

 

Um 17:30 Uhr betrat ich das „Venue“ – so nennt StageIt den Chatraum, zu dem ab Konzertbeginn nur noch diejenigen Zutritt haben, die sich auch ein Ticket besorgt hatten. Es wurde nicht angezeigt, wie viele Menschen bereits anwesend waren, hin und wieder erschien eine neue Nachricht mit Songwünschen und Hot Water Music verkündeten, dass sie gerade bei ihrem Soundcheck wären:

Hot Water Music @ StageIt

Zu diesem Zeitpunkt gab es noch ganze 20 Tickets – wenige Minuten später war das Konzert ausverkauft. 25 Minuten bis zum Beginn – endlich Zeit, einmal die aktualisierten Infos zum Auftritt durchzulesen, die HWM online gestellt haben. Und so erfahre ich, dass unter allen Teilnehmern – ganz egal, wie viel Geld sie für diese halbe Stunde ausgegeben haben – zwei signierte Instrumente verlost werden. Oben drauf bekämen die fünf Top-Tipper ein exklusives Fan-Paket bestehend aus einer signierten CD, einer limitierten Tasse und ein T-Shirt. Nicht schlecht! Wer 35$ bezahlt, bekommt auf alle Fälle ein Shirt, für 20$ gibt’s immerhin noch eine persönliche Postkarte der Band. Für alle anderen gab es noch einmal den folgenden Hinweis: „Please remember that no one is expected to tip at all. We greatly appreciate you taking part in the show and truly appreciate the support!!!!“

 

Kurz vor 18:00 Uhr kam dann ein wenig Leben in die „Bude“ – man tauschte sich über die eigene Herkunft und das aktuelle Wetter draußen vor dem heimischen Fenster auf. Und die Menschen saßen in der ganzen Welt vor ihren Rechnern und freuten sich auf die kommende Viertelstunde. Und auch in mir regte sich langsam eine gewisse Vorfreude, als im Chat das ein oder andere bekannte Gesicht auftauchte! Manche Menschen trifft man eben überall, – egal im Norden, im Süden oder im Internet!

Hot Water Music @ StageIt

Punkt 18:00 Uhr baut sich dann der Stream auf – Hot Water Music stehen auf der Bühne und starten ihren Auftritt mit „Mainline“. Der Sound ist perfekt – doch die Bildqualität lässt zu Wünschen übrig. Der Vollbildmodus ist völlig verpixelt – der Chat auch verschwunden. Meiner Meinung nach ein Manko. Wer von ein „Konzert“ bezahlt, sollte nicht nur einen guten Sound bekommen. Aber letztendlich hat man es auch bei einem normalen Gig nicht immer einfach und erwischt vielleicht den nervigsten Platz hinter einem Dauerknutsch-Pärchen. Ein Punkt der mich noch mehr störte, als die schlechte Videoqualität, war die fehlende Interaktion zwischen Fans und Künstler. Die Band stand auf der Bühne – mehrere Meter entfernt von der Kamera; immerhin entschuldigte man sich mehrmals, dass man die Songwünsche leider nicht von dort aus lesen könnte.

 

Ein wenig befremdlich waren auch die Reaktionen die nach den einzelnen Liedern folgten. Von „Clap Clap Clap“ bis „ENCORE ENCORE“ war alles vorhanden und ließ mich ein wenig grinsen. Über dies hinau gab es auch zwischen den Songs jede Menge zusätzliche Spenden. Gespielt wurden übrigens:  Mainline, Drown in it, State of Grace, Our own way, Drag my body, The traps, Giver, Wayfarer, Remedy, Paper thin!

Hot Water Music @ StageIt

 

Eine richtige Konzertstimmung baute sich bei mir letztendlich nicht auf – vielleicht aber auch einfach nur deshalb, da ich kein großer Hot Water Music Fan bin. Bei Dave Hause, Rocky Votolato oder auch Frank Turner wäre ich vermutlich wie gebannt vor dem PC gesessen, aber so hatte ich immerhin eine halbe Stunde Live-Musik und könnte mir nun auch vorstellen, HWM endlich mal „richtig live“ anzusehen. Zum Abschluss gab es immerhin noch ein herzliches Dankeschön seitens der Band inkl. einer Vorstellung ihrer Crew. Chuck schaute wenige Minuten später auch noch einmal im Chat vorbei, um sich zu bedanken und weil alle guten Dinge Drei sind, folgte dann auch noch eine Mail mit folgendem Inhalt:

Hey there, Thank you so much for tuning in to watch the show. Hope to see you at a future show! We all appreciate it! Thank you for your generous support! We love ya!

 

Mein Fazit lautet: Kann man machen, muss man aber nicht – Konzerte mit direkten Interaktionen zwischen Publikum sind mir zehntausend Mal lieber – ABER (!) insofern einer meiner Lieblingskünstler dort auftreten wird, werde ich in Zukunft eine der ersten sein, die sich ihr Ticket sichert! So zum Beispiel für John Allen Anfang Januar (KLICK!) Und jetzt? Jetzt freue ich mich umso mehr auf mein nächstes richtiges Konzert mit stundenlanger Bahnfahrt, anschließender schlaflosen Nacht, Bier, Schweiß und guten Menschen, mit denen ich nicht nur schreiben, sondern auch sprechen und lachen kann! Over & Out!

About Ara

Ganz egal, ob die Welt jetzt untergeht - ich will mein Tape nur noch zu Ende hören...