Über die Liebe zur Musik…

  • Deez Nuts @ Würzburg - Foto: Arabell Walter

Deez
Nuts Tourabschluss in Würzburg!

Vor 4 Jahren gepostet,von Ara

Bereits Anfang und Mitte 2013 waren Deez Nuts auf den deutschen Bühnen unterwegs gewesen – doch scheinbar können auch sie nicht genug von dem hiesigen Publikum bekommen. Im Rahmen ihrer „Bout It“-Tour waren die Australier den kompletten November lang in Europa unterwegs und traten hierzulande in ganzen elf Städten auf. Im Gepäck ein großartiges Gespann bestehend aus Obey The Brave, Stray From The Path, Heart In Hand und Relentless. Also ein Package, das man sich nicht entgehen lassen konnte! Am 30. November 2013 trafen die fünf Acts ein letztes Mal in der Würzburger Posthalle zum gemeinsamen Tourabschluss!

 

Das Konzert war als „early show“ angekündigt worden – der Einlass fand daher schon um 17.15 Uhr statt. Eine halbe Stunde später stand mit Relentless bereits die erste Band auf der Bühne. Kein Wunder, dass die Posthalle zu diesem Zeitpunkt noch eher spärlich besucht war. Und der kleine Anteil derer, die sich bereits eingefunden handen, sah nur eine mäßige Notwendigkeit, sich bereits vor der Bühne zu plazieren. Auch bei mir fanden die Australier keinen großen Anklang und nach ihrem kurzen Set von nur 25 Minuten, hörte ich von verschiedenen Seiten Kritik an der Band.

 

 

Anyway – als nächstes stand mit Heart in Hand mein persönliches Highlight des Abends auf der Bühne. Während mich bereits im Vorfeld ihre aktuelle Platte „Almost There“  überzeugt hatte, landeten sie mit ihrem Auftritt direkt ins Schwarze. Auch wenn ich sie mir zugegebenermaßen lieber in einem kleinen schwitzigen Schuppen wie der Räucherkammer in Wiesbaden angesehen hätte, fand ich die Stimmung bereits zum jetzigen Zeitpunkt (kurz nach sechs Uhr Abends) für Posthallen-Verhältnisse überraschend gut. Leider durften die Engländer nur fünf Minuten länger spielen als ihre australischen Kollegen. Schade, das hätte ich mir gerne länger angehört!

 

 

Stray From The Path hatte ich bis zum Tag des Konzertes tatsächlich noch gar nicht auf dem Schirm – glücklicherweise hat sich das nun geändert. „Badge & A Bullet“ ist aber auch einer der Art von Opener, die einfach wie ein Brett reinhauen. Gleich beim zweiten Song wurde dann der Albtraum der örtlichen Securitys wahr – Sänger Drew forderte die Menge zum Crowdsurfen auf, da aufgrund des breiten Grabens Stagediven ja nicht möglich war. Mit panischen Gesichtsausdrücken begannen die Secus also die ankommenden Freischwimmer entgegen zu nehmen und innerhalb von nicht einmal 30 Sekunden wimmelte es im Graben so sehr vor enthusiastischen Fans, das wir Fotografen mehrmals darauf achten mussten, nicht über den Haufen gerannt zu werden. Wer die Jungs auf der November-Tour verpasst hast, kann sich auf die kommende Tour der Architects im März/April 2014 freuen – da werden Stray From The Path als Support-Act mit auf Tour sein.

 

 

An dieser Stelle könnten einige rümliche Worte über den Auftritt von Obey The Brave stehen – allerdings ist der entsprechende Notizzettel flöten gegangen, sodass ihr euch nun mit folgenden Bildern begnügen müsst!

 

 

Für das große Finale sorgten schließlich die Jungs von Deez Nuts. Kaum standen die vier Herren aus Melbourne und New York auf der Bühne, flippte das Würzburger Publikum im wahrsten Sinne des Wortes aus. Angefangen bei unzähligen Crowdsurfern bis hin zu immer wiederkehrenden Circle Pits und ob „Stay True“, „Bout It“ oder „Like There’s No Tomorrow“ –  Würzburg feierte, was das Zeug hielt.  Und Deez Nuts feierten das Publikum, bedankten sich immer wieder für die großartige Tour und erzählten, wie froh sie doch seien, den Abschluss in der Posthalle zelebrieren zu dürfen. Dies nahmen die Jungs auch zum Anlass am Ende ihres Auftritts, der immerhin auf eine dreiviertel Stunde angesetzt war, statt nur einem Lied gleich drei Songs als Zugabe dazubieten. Wobei das allseits geforderte „Band Of Brothers“ als krönender Abschluss gespielt wurde. Lauthals sang das Würzburger Publikum mit und trug zur allgemeinen Begeisterung auch noch einen Rolli-Fahrer über den Köpfen hinweg Richtung Bühne. Eine schöne Geste, der Solidarität! Punkt 22 Uhr war dann auch schon alles wieder vorbei – ein verdammt ungewohntes Gefühl, ein Konzert schon so früh zu verlassen, aber gelohnt hatte es sich allemal!

 

 

Fotos: Arabell Walter.

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Ganz egal, ob die Welt jetzt untergeht - ich will mein Tape nur noch zu Ende hören...