Über die Liebe zur Musik…

Vorgestellt:
Ghost Of A Chance

Vor 3 Jahren gepostet,von Ara

Herbststurm & Nieselregen? Was gibt es da besseres, als sich mit einer heißen Tasse Tee aufs Sofa oder ins Bett zu verkrümeln und guter Gitarrenmusik zu lauschen? Nicht die aufdringliche Gitarrenmusik, die man gerne in voller Lautstärke auf der Autobahn hört. Sondern eher die beruhigende Variante a’la William Fitzsimmons und Rocky Votolato, die leise daher kommt und dann mitten ins Herz trifft. Einer, der das auf diese Art und Weise schafft, ist Ghost Of A Chance. Also warum immer in die Ferne schweifen, wenn die guten Musiker mitten unter uns leben?

 

Ghost Of A Chance heißt eigentlich Tobias Heiland und kommt aus Mainz; seit 2008 macht er Akustikmusik und kann mittlerweile auf eine Vielzahl von Künstlern blicken, mit denen er sich schon einmal die Bühne teilte. Chuck Ragan, Walter Schreifels, Nothington, Into It. Over It., Rocky Votolato und Billy Bragg tauchen da in seiner Liste auf. Mit Frank Turner tourte er im Jahre 2010 sogar durch ganz Deutschland. An Bühnenerfahrung mangelt es ihm daher keineswegs. Und auch studiotechnisch ist er kein Anfänger mehr; zwei EPs und ein Album gingen bereits auf sein Konto.

 

GOAC - And Miles To Go Before I Sleep2010 erschien Heilands Debüt-Album „And Miles Before I Go To Sleep“, das damals deutlich zeigte, in welche musikalische Richtung er sich bewegen sollte. Er ist keiner dieser Schreihälse mit einer Gitarre um den Hals, obwohl er  – wie viele Singersogwriter – ursprünglich aus der Punk- und Hardcoreecke kommt und bereits in zwei Hardcorebands als Shouter und Gitarrist tätig gewesen ist. Für „Miles Before I Go To Sleep“ braucht man defitniv einen ruhigen Moment und teilweise einen langen Atem, denn gleich drei Songs erreichen eine Länge von mehr als fünf Minuten.  Doch wer das beides hat, bekommt die Möglichkeit sich von Ghost Of A Chances Musik verzaubern zu lassen. „And are you really there? And if you are why don’t you care? And are you really good? And would you help them if you could? And are you really there? And if you are why don’t you fucking care?“ Anspieltipps: „Things Worth Asking“, „Live A Little“ & „Hideout“.

 

GOAC - ShorelinesZwei Jahre später gibt es mit „Shorelines“ die erste GOAC EP, die mir Tobias nach seinem diesjährigen Auftritt mit Frank Turner im LKA Longhorn in die Hand drückt. Es ist Liebe auf den ersten Ton. Wahrscheinlich deswegen, weil ich mich schon bei dem besagten Konzert in den Opener „Fearful Symmetry“ verliebt hatte. Die zwei darauf folgenden Tracks driften wieder in die sehr ruhige Richtung ab, bevor „Ned Kelly Shool For Self-Defense“ ein wenig auf’s Gas drückt: „Well fuck you, you can all just go to hell – I meet you there!“

 

GOAC - GravesSeine aktuelle EP „Graves“ erschien seinem Namen gerecht an keinem geringeren Tag als dem diesjährigen Halloween. Und es ist nicht irgendeine EP sondern eine Ode des selbsternannten Literaturnerds an Edgar Allan Poe. „Berenice“ und „Legeia“ erzählen vom Inhalt der entsprechenden Erzählungen. „Annabel Lee“ beinhaltet die musikalische Umsetzung des gleichnamigen Gedichts. Eine Aufagbe, an die sich nicht viele Musiker trauen. Und auch wenn sich Ghost Of A Chance auf seiner Facebookseite für die Aufnahme-Qualität entschuldigt, mir als Laie ist es zu keiner Sekunde aufgefallen, dass es sich um eine Eigenproduktion handelte.

 

Anfang 2014 soll das zweite Ghost Of A Chance Album erscheinen und im März wird er auch wieder unterwegs sein! Alle Infos gibt’s bei Lieblingstape!

Ghost Of A Chance @ FacebookGhost Of A Chance @ Bandcamp

 

About Ara

Ganz egal, ob die Welt jetzt untergeht - ich will mein Tape nur noch zu Ende hören...