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  • Die Folgen des Turbostaatskonzert 2011 in Heidelberg!

Turbostaat &
Findus: „Weil’s geil ist!“

Vor 3 Jahren gepostet,von Ara
Die Folgen des Turbostaatskonzert 2011 in Heidelberg!

Die Folgen des Turbostaatskonzert 2011 in Heidelberg!

Turbostaat und Heidelberg – das ist innige Liebe. Ihre Konzerte im Häll sind legendär (und schmerzhaft!). Vergangenen Mittwoch gastierten die Flensburger wieder in der Stadt am Neckar und wurden ihrem Lieblingsladen untreu und man quartierte sich im Karlstorbahnhof ein. Obendrauf gab’s Findus als Supportact – die besten Voraussetzungen für einen unvergesslichen Abend. Also pünktlich um 18 Uhr Feierabend machen und die 165km nach Heidelberg hinter sich bringen. Leider machte uns das Wetter einen Strich durch die Rechnung, denn es regnete die erste Stunde wie aus Eimern und die Autobahn ließ im Durchschnitt 80km/h zu. Mist. Wann sollten Findus noch einmal auf der Bühne stehen? „Wahrscheinlich knapp nach Einlass“ – schrieb Findustrommler Timo. Mist! Einlass war um acht und unsere Ankunftszeit kündigte sich für Viertel neun an – Parkplatzsuche nicht mit einberechnet. Mist.Mist.Mist.

 

Und wieder einmal Glück gehabt: Direkt vor dem Karlstorbahnhof war noch ein Parkplatz frei, schnell rein und… warten. Aus „knapp nach Einlass“ wurde ziemlich schnell neun Uhr; also Zeit zum Durchatmen, Merch checken und Getränke kaufen. Irgendwann kurz nach neun kam die Findustruppe auf die Bühne und kündigte erst einmal einen Soundcheck an – nebenan sei ein Kino, weshalb sie am Nachmittag nicht dazu gekommen waren. Findus und die Prioritäten. Der Sound, der beim Publikum ankam, war Matsch – verstanden hat man nicht viel; doch immerhin füllte sich nun der untere Teil des Raums deutlich mit Menschen. Zur Erklärung: Der Raum hatte zwei Ebenen; vergleichbar mit dem Franz K. in Reutlingen, dem Gloria und dem Luxor in Köln. Eben typisch ehemaliges Kino. Fünf Minuten später waren Findus wieder verschwunden. Warum noch einmal der ganze Stress mit der schnellen Hinfahrt?

 

21:10 Uhr – Findus entern erneut die Bühne. „Jetzt drehen wird durch! Jetzt fahren wir an die Wand!“ – Der Sound ist besser, der Raum gefüllt und nach drei Jahren des Wartens sehe ich Findus zum ersten Mal live! Endlich! „Wir werden oft gefragt, warum wir so oft mit Punkbands auf Tour gehen. Die Antwort lautet: Weil’s geil ist!“, so Sänger Lüam, der in Frontmannmanier über die Bühne turnt und mich dadurch mehrmals zum Lachen bringt. Eine halbe Stunde lang gibt es eine wunderbare Mischung aus alten Songs wie „Erdbebenwarnung“ und „Anfang Vs Ende“, aktuellen Liedern  wie „HafenCity“ und ganz neuem Material, das auf dem bald erscheinendem dritten Album enthalten sein wird! Die Menge bewegt sich, singt stellenweise sogar mit – es wird warm in dem großen Raum. Und ich bin mir ziemlich sicher, dass Findus ziemlich bald zurück nach Heidelberg kommen müssen. Vielleicht mit einer Headlinershow im Häll? Ich für meinen Teil wäre jedenfalls am Start!

Findus auf Achse präsentiert von Lieblingstape:

19.11 Dresden – Scheune w/Mikrokosmos23 Tickets

20.11 Berlin – About Blank w/Leoniden Tickets

21.11 Ilmenau – BD-Club

22.11 Rastatt – Art Canrobert

23.11 Hameln – Sumpfblume Tickets

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Foto: Arabell Walter

Kurze Umbaupause. Zeit, um schnell Getränkenachschub zu holen. Dann stehen auch schon die Herren Turbostaat auf der Bühne.  Zugegeben, ich bin Fan der ersten drei Platten und das aktuelle Album findet bei mir nach wie vor keinen Anklang. Aber einer Band wie Turbostaat bleibt man dennoch loyal, denn ihre Konzerte sind und bleiben einfach etwas Besonderes.  Also heißt es, bei den alten Songs mitsingen  und – tanzen und bei den aktuellen fotografieren. Ein guter Kompromiss. Turbostaat gelang es problemlos, in dem verhältnismäßig großen Raum, eine gute Stimmung aufzubauen. Wenngleich es mein erstes Turbostaatkonzert werden sollte, bei dem ich den Laden ausnahmsweise nicht klatschnass und komplett verschwitzt verlassen sollte. Dafür war es dann wohl doch zu groß.

 

Doch Heidelberg wäre nicht Heidelberg, wenn es die Flensburger nicht standesgemäß abfeiern würde. Ob nun „Tut Es Doch Weh“, „Pennen Bei Glufke“, „Die Stulle nach dem Schiss“ oder „Wieso Herbst?“ – Jeder Song wurde lauthals mit geschrien und abgefeiert. Wenn gleich die obere Etage auf ihrem „Balkon“ ein wenig verhaltener reagierte und es dafür einen spaßigen Seitenhieb seitens Sänger Jan gab. Während den kurzen Pausen herrschte immer respektvolles Schweigen in der Menge – erst als es an die Zugaben ging, schien das Publikum aufzuwachen und forderte die altbekannten Favoriten „Cpt. Käse“ sowie „Frieda und die Bomben“. „Warum ruft ihr sowas nicht während des Konzerts?“, kommentiert Jan die Szenerie lachend. Ich schaute mir die letzten Songs von der zweiten Ebene an und bin mehr als froh, die Bande nun schon zum zehnten Mal gesehen zu haben. Turbostaat bleibt man eben loyal. Noch schnell auf ein kurzes Gespräch mit Findus am Merch, ehe wir auch schon wieder aufbrechen müssen. Zweieinhalb Stunden Fahrt Richtung Heimat. Dennoch: Es hat sich wieder einmal gelohnt – auch ohne blaue Flecken!

 

Fotos: Arabell Walter.

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Ganz egal, ob die Welt jetzt untergeht - ich will mein Tape nur noch zu Ende hören...