Über die Liebe zur Musik…

Counterparts in
Köln – Die Vorband als Hauptact

Vor 3 Jahren gepostet,von joscha

Nach der letzten Tour von Counterparts habe ich es sehr bereut, nicht hingegangen zu sein. Deshalb wollte ich mir dieses Mal nicht die Gelegenheit nehmen lassen, sie am 01.10. in der Essigfabrik in Köln live zu erleben. Einen Haken hatte die aktuelle Tour leider: Counterparts waren „nur“ Vorband für August Burns Red und Blessthefall. Allerdings war es ja nicht das erste Mal, dass eine Vorband mein persönlicher Hauptact war. Also nichts wie hin.

 

Nachdem ich die Essigfabrik betrat, machte sich als erstes Ernüchterung in mir breit. Dafür gab es zwei Gründe:

1. Ein Wellenbrecher trennte die Bühne von den Zuschauern.
2. Mal wieder gab es die Ansage dass Fotografen nach den ersten drei Songs die Kamera aus der Halle bringen mussten. Eine sehr nervige Konzertauflage mit der man bei MLK-Konzert leider mittlerweile immer rechnen muss.

Aber beides Sachen, die ich nicht ändern konnte. Also habe ich das Beste daraus gemacht.

 

Als Counterparts begannen, machte sich der Wellenbrecher stark bemerkbar. Die Stimmung im Publikum wollte gar nicht zünden was auch unter anderem am breiten Graben mit Security lag. Überhaupt gab es scheinbar nur wenig Besucher, die zu Counterparts auch was weiter vor die Bühne gingen. Dennoch gab es 5-6 Leute die lauthals mitbrüllten und für ein bisschen Stimmung sorgten. Die Band ließ sich nicht stören und legte eine Starke Performance hin. Opener war „Compass“, mein absolutes Lieblingslied vom neuen Album. Mir fiel es richtig, schwer Fotos zu machen anstatt mitzusingen. Andererseits war ich der Band relativ nahe, wodurch es auch richtig Spaß gemacht hat, Fotos zu machen und ihre Emotionen einzufangen. Zum letzten Song kam Sänger Brendan auch runter von der Bühne an den Wellenbrecher, wo sich endlich mal eine Menschentraube um ein Mikro tummeln konnte. Nach 6 Songs war dann auch schon Ende. Während die Technik schon abgebaut wurde und das Publikum jubelte, rief Brendan unverstärkt, dass sie bereits im Fehbruar zurückkommen würden. Genaue Details wird es dazu auch noch geben aber es steht wohl fest, dass sie mit Hundredth, Being As An Ocean sowie einer weiteren Band touren, wobei auch hier Counterparts nicht Hauptact sein werden.

 

Als nächstes waren Blessthefall an der Reihe. Ich weiß ehrlich gesagt nicht genau, was ich zu der Band schreiben soll. Als ich 19 oder 20 war habe ich teilweise solche Musik gehört aber jetzt ist sie mir etwas zu stumpf. Als ich mir zwischendurch etwas zu trinken geholt habe, hat der Bass des Breakdowns meinen Becher über die Theke wandern lassen. Kein Wunder, dass bei solcher Musik langsam die Farbe von der Decke der Essigfabrik abblättert. Der Auftritt war allerdings ganz solide. Viele Haare wurden auf der Bühne durch die Luft geschleudert, wobei danach immer stets darauf geachtet wurde dass die Frisur im Anschluss wieder gerichtet wird. Außerdem sorgten Blessthefall dafür, dass der Frauenanteil im Publikum angehoben wurde. Ob das was gutes oder schlechtes ist muss jeder für sich selbst entscheiden.

 

Dritte und letzte Band waren dann die groß angekündigten August Burns Red. Ich habe meine Probleme mit dieser Band und mache auch kein Geheimnis darum. Ein Artikel der Kollegen von Get Addicted fasst kurz aber sehr präzise zusammen, was die Problematik ist. Positiv an der Band ist, dass sie niemandem ihre Religion mit Ansagen ins Gesicht schlagen. Näher will ich da jetzt gar nicht drauf eingehen, da es den Rahmen dieses Artikels sprengen und die Thematik verfehlen würde. Was die Performance an sich betrifft, gab es fast nichts einzuwenden. Als das Publikum während technischen Problemen an der Gitarre nach einem Schlagzeug-Solo rief, ignorierte dieser die Wünsche, da er sichtlich keine Lust hatte. Trotzdem haben August Burns Red gut gespielt. Sänger Jacob spielte mit Gesten, die ihn fast wie einen Prediger aussahen lassen. Außerdem hat er von Bewegungen und Auftreten her Ähnlichkeit mit Freddy Mercury, was glaube ich nicht nur am Schnurrbart liegt. Ob der Metal-Christ wohl Probleme damit hätte, wenn man ihm sagt dass er Ähnlichkeit mit einem schwulen Rockstar hat?

 

Fotos und Text: Joscha

 

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About joscha

1988er Jahrgang, verliebt in Schallplatten, wohne und lebe in Köln und mache irgendwas mit Medien.