Über die Liebe zur Musik…

John Allen:
Zurück in der Realität

Vor 4 Jahren gepostet,von Ara

Heute vor genau einer Woche passierte es: John Allen, der – abgesehen von Stuttgart – alle Deutschlandtermine der vergangenen Frank Turner supportet hatte, beendet seinen Gig. Was daraufhin folgt? Das Publikum fordert lauthals eine Zugabe!? Eine Situation, die man wahrlich selten erlebt; erst Recht, wenn der Künstler noch scheinbar völlig unbekannt ist. Aber John sang sich mit seiner rauchigen Stimme in die Herzen des ausverkauften E-Werks.

Da er zu eben jenem Konzert dank verschiedener Staus erst kurz vor Beginn kam, holten wir unser geplantes Interview Anfang dieser Woche via Mail nach:

 

John Allen - Foto: Adina SchaWenn du die vergangenen zwei Wochen in nur drei Worten beschreiben müsstest – welche wären es?

John: Surreal – lebensverändernd – traumhaft!

 

Auf deinen eigenen Konzerten spielst du nach eigener Aussage maximal vor 50 Leuten, im E-Werk waren es zuletzt 2.000 Menschen. Was zur Hölle ging dir an solchen Abenden durch den Kopf, als du vor solch großen Mengen standest?

John: Vor der ersten Show war es einfach nur Angst. Ich habe gezittert und war bereit, sofort wieder nach Hause zu fahren und die ganze Geschichte sein zu lassen. Glücklicherweise haben mich die Jungs von Lucero sehr gut betreut und sogar zur Bühne gebracht. Auch Frank war durchaus hilfreich. Da die Reaktionen des Publikums aber so super waren, baute sich die Nervosität von Abend zu Abend mehr ab, so dass ich am Ende sagen kann, ich habe es wirklich genossen vor so vielen Menschen spielen zu dürfen.

 

Nach jeder Show warst du an deinem Merchstand anzutreffen, wo viele Menschen auch noch einmal vorbei schauten und die Gefällt-Mir Anzeige deiner Facebook Seite überschritt bereits Mitte der Tour die 1000er-Marke. Welches direkte Feedback gab es bisher an dich?

John: Oha, das Feedback war gigantisch. Um ehrlich zu sein, kann ich das gar nicht so wiedergeben. Das Wichtige ist, ich habe mit vielen netten Leuten sprechen können, die sehr glücklich aus den Shows gekommen sind und mir alle versicherten, dass ich einen Teil dazu beitragen konnte, um mehr geht es ja im Endeffekt nicht. Tatsache ist aber, dass ich fast 1000 neue Facebook-Fans auf Tour gewonnen habe und auch um die 100 eMails erhalten habe mit durchweg sehr positivem Feedback. Um ehrlich zu sein, das fühlt sich schon etwas surreal an… ich musste mich des Öfteren daran erinnern, dass die Leute tatsächlich von mir in so hohen Tönen sprechen. An der Stelle nochmal vielen Dank an alle, ihr habt auf den zwei Wochen Tour etwas ganz besonderes gemacht!

 

Anfang Mai gesellte sich Frank zu deinem Spontangig vor dem Knust und stieg mit Mundharmonika bewaffnet in dein Cover „Mr Jones“ von den Counting Crows ein. Auf seiner Tour gab es sowohl in Lindau als auch in Köln ein kleines Revival und ihr gabt diesen Song noch einmal gemeinsam zu besten. Was war das für ein Gefühl?

John: Die Idee, Mr Jones nochmals auf die Bühne zu bringen kam von Frank. Wir sprachen in München kurz und er meinte: “Hey, why don’t we just do this?” Ich empfinde das als riesige Wertschätzung gegenüber meiner Person. Ich habe auf Tour mehrfach gesagt, dass die Tatsache das ich auf der Bühne stehen darf mindestens genausoviel über den Mensch Frank Turner aussagt, wie über meine Musik. Als er in Lindau und in Köln auf die Bühne kam war der Lautstärkepegel des Publikums einfach gigantisch. Rundum ein großartiges Gefühl, auch weil Frank so unkompliziert an diese Sachen herangeht.

 

 

Die gemeinsame Tour ist nun vorüber – wie wird es für dich weitergehen? Hast du schon irgendwelche Pläne, die du uns verraten kannst? Beispielsweise, wann man dich wieder auf Tour erleben darf?

John: Die Planungen für die Zukunft laufen natürlich. Spätestens im Sommer 2014 wird es ein neues Album geben, das steht fest. Ferner habe ich auf Tour die Chance gehabt, Kontakte zu knüpfen, so dass auch eine neue Tour im Raum steht. Wann diese stattfindet und wie sie aussehen wird, dazu kann ich im Moment noch nicht viel sagen. Auf alle Fälle werde ich aber bis dahin insbesondere im Norddeutschen Raum so oft spielen, wie ich irgendwie kann. Für mich ein Highlight wird auf alle Fälle die Show in der Astra Stube in Hamburg am 17.12. diesen Jahres!

 

Nur weil die gemeinsame Tour mit Mr Turner nun vorüber ist, heißt das nicht, dass ihr John in diesem Jahr nicht noch einmal live erleben könnt. Hier sind die anstehenden Tourdaten für Deutschland:

18.10.: Bistro Paris, Hamburg
19.10.: Pub-108, Villmar
01.11.: Tonfink, Lübeck
16.11.: GIG, Linden (w/ Adam Rubenstein)
06.12.: Marias Ballroom, Hamburg
17.12.: Astra Stube, Hamburg (support: Lunis)

Fotos & Video: Adina Scharfenberg.
Interview: Arabell Walter.

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Ganz egal, ob die Welt jetzt untergeht - ich will mein Tape nur noch zu Ende hören...