Über die Liebe zur Musik…

  • Frank Turner in Hamburg - Foto: Elena Vilain
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Frank Turner:
Trotz Bandscheibenvorfall eine Wucht!

Vor 4 Jahren gepostet,von Ara

Frank Turner in Hamburg - Foto: Elena VilainWer einen Tag nach einem Konzert an nichts anderes mehr denken kann, als den Auftritt, den man nur wenige Stunden zuvor gesehen hat, dann hat der Künstler bzw. die Band scheinbar alles, aber auch alles richtig gemacht. Nachdem ich vor mehr als einer Woche Frank Turner und seine Sleeping Souls im Wiesbadener Schlachthof gesehen hatte, war ich schlicht und ergreifend verblüfft, wie sehr mich der Auftritt positiv überrascht hatte. Obwohl ich in diesem Jahr schon mehrere Auftritte von Frank besucht hatte, war alles so schön erfrischend! Dauergrinsen, Gänsehaut und dieses eine Gefühl, wenn man seine Lieblingssongs mit voller Lautstärke mitsingen kann! Für mich stand fest: Das kommende Konzert in Köln konnte noch nicht mein letztes im Jahre 2013 gewesen sein und da Stuttgart noch nicht ausverkauft war, konnte es los gehen!

 

An erster Stelle stehen die Support-Acts, die mich auf dieser Tour allesamt umgehauen haben. Angefangen bei Lucero, die ich vorab nicht auf dem Schirm hatte. Vergesst Social Distortion und Co – Lucero und allen voran Sänger Ben Nichols, schlagen sie alle! Und auch die beiden Singer-Songwriter John Allen und Ghost Of A Chance, beide aus Deutschland, sangen sich bei den Konzerten in die Herzen der Zuschauer.

Glücklicherweise war ich bei keinem der Konzerte auf den öffentlichen Nahverkehr angewiesen, denn mit zwei Support Acts wurde es schon einmal ein bisschen später, bis sich Frank Turner und seine Sleeping Souls die Ehre gaben. Und wer sagt, dass die besten Lieder immer am Ende gespielt werden müssen? Ohne große Ansage ging es direkt mit „I Still Believe“ los, ehe „Try This At Home“ kurz danach genauso heftig einschlug. Frank, dank Bandscheibenvorfall ohne Gitarre auf der Bühne, hüpfte wie ein junger, schlaksiger Teenager über die Bühne. Zwei Tage zuvor hatte er noch eine Show wegen Probleme mit den Füßen abgesagt; in Stuttgart war ihm davon nichts mehr anzumerken.

 

 

Die Setlist hätte meiner Meinung nach auf der gesamten Herbsttour nicht besser sein können. Es gab den perfekten Mix aus all seinen bisherigen Alben.  Da Mr Turner laut seinem Arzt nicht die Gitarre spielen durfte, ließ  er sich die eine oder andere Alternative einfallen. Angefangen bei „Dan’s Song“, bei dem er die Mundharmonika übernahm oder „English Curse“, bei dem man sich einmal mehr an der Stimmgewalt der Engländers erfreuen konnte.  Die absoluten Gänsehaut-Momente wurden gegen Ende des Konzertes durch „Broken Piano“ und „The Ballad Of Me And Friends“ in der Klavierversion zelebriert. Gerade bei diesen eher ruhigeren Songs wurde einmal mehr unter Beweis gestellt, wie laut das Publikum auf Franks Konzerten doch immer wieder ist. „I make music to play with people“, kommentierte er das ganz treffend in Köln. Nun ist die Tour vorbei und ja, es hatte sich gelohnt, mehr als nur ein einziges Konzert zu besuchen.

Frank Turner in Hamburg - Foto: Elena Vilain

Danke für die schönen Momente und all die lieben Menschen, die ich in den letzten Tagen auf der Tour noch kennen lernen durfte. Man sieht sich hoffentlich auf nächsten Frank Turner Tour, die, sofern man den munkelnden Stimmen trauen kann, nicht allzu lange auf sich warten lassen wird!

Fotos: Elena Vilain:
Frank Turner @ Hamburg, Große Freiheit (09.11.2013)

Arabell Walter.

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Ganz egal, ob die Welt jetzt untergeht - ich will mein Tape nur noch zu Ende hören...