Über die Liebe zur Musik…

  • Apologies, I Have None in Stuttgart - Fotos: Arabell Walter

Volles Haus
bei Apologies in Stuttgart

Vor 4 Jahren gepostet,von Ara

Mehrmals hatten wir hier bei Lieblingstape über die Jungs von Apologies, I Have None berichtet. Nun waren sie diese Woche wieder einmal auf Deutschlands Straßen unterwegs. Zumindest bis zu dem Konzert in Stuttgart auch ohne Stau – was bei den Vieren schon fast an ein Wunder grenzt! Nach ihrer Tour zusammen mit Anti Flag im Juli war mir klar: Die musst du dir noch einmal anschauen! Gesagt, getan – hallo Stuttgart!

 

Eröffnet wurde der Abend von der Smith Street Band – heute noch in Deutschland, in naher Zukunft schon mit Frank Turner auf Tour durch die Staaten. Der Mehrheit der anwesenden Gäste waren die vier Melbourner wohl unbekannt, doch bei guter Musik springt der Funke immer über. Und immerhin wurde die JuHa langsam aber sicher warm; es wurde angetan wahlweise mit dem Kopf, dem Fuß oder beidem genickt. Spätestens als der Sänger eine ordentliche Portion Humor bewies und die Flasche Wasser in seiner Hand mit einem „I don’t drink beer ‚cause I’m fat“ quittierte, war das Eis zwischen Publikum und Band endgültig gebrochen.  Akustischer Folkpunk vom Feinsten; wenn die Smith Street Band wieder zurück nach Deutschland kommen werden, stehen sie definitiv auf meiner „Need To See Again“-Liste!

 

Umbaupause! Die Mehrheit nutze die Zeit, um sich eine Zigarette, ein Bierchen oder beides zu gönnen. Und siehe da, die Musikwelt ist ein Dorf, dachte ich mir, als ich Dan von den Sleeping Souls vor der Bühne entdeckte. Aber weiter zu Apologies – die standen nun auf der Bühne und zugleich sah man auch die Veränderung im Publikum. Kein respektabler Halbkreis mehr direkt vor der Bühne – im Gegenteil: Die Leute drängten nun nach vorne, man bewegte sich und hier und da begannen textsichere Fans sogar, lauthals mitzusingen. Große Ansagen gab es während ihrem Auftritt keine. Die brauchten sie auch nicht, denn ihre Musik sprach für sich. Eine knappe dreiviertel Stunde lang spielten sie Songs aus ihrem Debütalbum „London“ und mit jedem weiteren Lied wusste ich, dass sie die zwei Stunden Fahrt definitiv gelohnt hatten. Das Highlight des Abends kam selbstverständlich am Schluss: „Sat In Vicky Park“ – insgeheim wohl der Publikumsliebling wurde lauthals mitgesungen. Ein Moment, in dem man schon ein wenig Gänsehaut bekommen konnte.

Ich freue mich tierisch für die Jungs, dass ihre aktuelle Tour so wahnsinnig gut besucht war und umso mehr auf die kommende zweite Platte, die mit ein bisschen Glück vielleicht schon nächstes Jahr erscheinen wird!

Fotos gibt es hier.

 

Arabell Walter.

About Ara

Ganz egal, ob die Welt jetzt untergeht - ich will mein Tape nur noch zu Ende hören...