Über die Liebe zur Musik…

Hoodie Allen:
Wie Hip Hop sein sollte

Vor 4 Jahren gepostet,von joscha

IMG_5443Hoodie Allen macht Hip Hop. Ich würde es als gute Laune Hip Hop bezeichnen. Ein 25-jähriger Amerikaner der übers Leben, die Vergangenheit aus der High School und vor allem auch gerne über Sex rapt. Das ganze ohne Gangster Getue und Chauvinismus. Er selbst gibt sich sowohl vor als auch während den Konzerten sehr sympathisch. Er ist grundsätzlich für jedes Fanfoto zu haben. Für den 25-jährigen läuft es im Moment sehr gut und das Köln-Konzert war schon ausverkauft bevor es sich überhaupt rumgesprochen hatte. Es freut mich dass ich bei diesem Abend dabei sein konnte.

 


Junges Konzertpublikum hat immer Licht- und Schattenseiten. Zum einen ist ein junges Publikum oft euphorisch und sorgt somit auch für gute Stimmung während dem Konzert. Andererseits kommt es dann auch sehr oft vor, dass gerade die Mädchen Groupies sind, den Musiker als Gottheit ansehen oder sich vor der Bühne quetschen und Kreislaufprobleme bekommen. Dieses Mal war von allem was dabei. Während mich einerseits ein Mädchen ankeifte dass ich mich nicht mit der Kamera vor sie stellen solle (was ich gar nicht vor hatte), war die Menge insgesamt sehr gut gelaunt und bei einigen Liedern auch sehr Textsicher. Ein Sanitäter wurde sogar auch extra für die Show ins Underground geholt, hatte allerdings glücklicherweise keine ernsten Fälle zu behandeln.

Support Act war Bengio. Dafür dass das Publikum ihn nicht kannte hat es den jungen Mann aus Fulda wärmstens empfangen. Er hat sich im Gegenzug auch sehr gut gemacht und war total relaxt. Ein guter Support um das Publikum aufzuwärmen.

 

Eine Sache die es beim Hip Hop immer noch zu selten gibt: Eine Liveband. Diese bestand bei Hoodie Allen aus Gitarre, Schlagzeug und Dj was eine unfassbar gute Kombination ergeben hat. Die Lieder hatten live gleich viel mehr Schwung als auf den Platten. Auch wenn gerade erst die Akkustik EP „Americoustic“ erschienen ist, wurde keins der Lieder in der akkustischen Varianter performt. Sehr schade da sich einige Songs sehr gut als Zugabe geeignet hätten. Seine beliebtesten Hits wie „Small Town“, „18 cool“ oder „No Interruption“ haben selbstverständlich nicht gefehlt. Besonders passend war es als die Band bei „Cake Boy“ Kuchen ins Publikum warf. Der Schuss ging allerdings nach hinten los als jemand aus dem Publikum ein großes Stück auf Hoodie warf. Das fand dieser gar nicht lustig, fasste sich aber zum Glück nach einem kurzen Ausraster schnell wieder. Der Fremdschäm-Moment des Abends war ein Tanzbattle bei dem man ein Hoodie Allen Shirt gewinnen konnte. Auch wenn es lustig gemeint war, ich fand die Aktion peinlich und hätte mir stattdessen lieber einen Song mehr gewünscht. Aber es war kein Wunschkonzert und das Getanze war schnell wieder vorbei. Also alles halb so wild. Das Konzert endete indem der DJ Dubstep auflegte und die Band wie verrückt auf der Bühne abgespackt hat während sie Wasser ins Publikum spritzte. Ein super Ende!

 

Ich kann jedem Menschen der „Gute Laune Hip Hop“ mag nur wärmstens empfehlen ein Hoodie Allen Konzert zu besuchen. Er ist ein richtiger Sympath und versteht es die Besucher zu entertainen. Er ist so viel über die Bühne gesprungen dass es richtig schwierig für mich wurde Fotos von ihm zu machen. Es war ein Konzert wie man es sich wünscht. Hoffen wir dass er bald wieder in Deutschland tourt. Bis es soweit ist kann man sich alles von ihm gibt noch mal von vorne bis hinten anhören. Das ist keine Empfehlung sondern ein Befehl.

Joscha

 

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About joscha

1988er Jahrgang, verliebt in Schallplatten, wohne und lebe in Köln und mache irgendwas mit Medien.