Über die Liebe zur Musik…

Listener –
Time Is A Machine

Vor 4 Jahren gepostet,von joscha

Cover„Listener sind anders“ – Das habe ich schon gedacht als ich das erste Mal „Most Roads Lead To Home“ hörte. Das was ich Anfangs noch seltsam fand, begann ich nach und nach zu lieben. Daraus wurde letztendlich große Vorfreude auf das neue Album „Time Is A Machine“, welches am 02.08.2013 physikalisch in die Öffentlichkeit entlassen wird.

 

Listener bauen musikalische Brücken zwischen Musikstilen wie Akkustik-Rock, Rap und auch ein wenig Western (bei Western denke ich jetzt an die Art von Musik die kommt wenn zwei Vogelfreie durch die Wüste reiten) und verknüpfen die Musik mit Poesie. Daraus entsteht eine Musikrichtung die als „Spoken Word Rock“ bezeichnet wird. Man muss ganz klar sagen, diese Musikrichtung ist Geschmackssache. Man muss das experimentelle der Band lieben um sich darauf einlassen zu können. Doch kaum ein Sänger oder Rapper kann Worte so markant und emotional aussprechen wie Dan Smith es tut.

 

Time Is A Machine übertrifft meine Erwartungen die ich an das Album hatte. So sehr ich den Vorgänger Wooden Heart schätze, und auch rauf und runtergehört habe, war meine Befürchtung dass das neue Album nur wie eine Fortsetzung klingen würde. Erfreulicherweise ist das aber nicht der Fall! Das Album ist viel musikalischer als Wooden Heart. Es geht wieder mehr in die Richtung Rap aber es ist und bleibt anders als alles was ich kenne.

Introducing Talk Music is hard work, but good work. – Listener

 

Lied 4, Tornadoes, ist der Wahnsinn. Der Wechsel zwischen Geschwindigkeit und Lautstärke gibt dem kompletten Lied Drama. „Sometimes I feel likle I have a tornado inside of me. You have it inside of you just sometimes it doesn’t move“. Ich hoffe dass der Song live genau so rüberkommt wie auf dem Album. Everything Sleeps ist ebenfalls einer meiner Lieblinge. Die musikalische Spannung die sich erst aufbaut, wieder abbaut und letztendlich doch noch umbricht, ist einfach klasse. Der Opener Eyes To The Ground For Change ist auch gleichzeitig die erste Single-Auskopplung und kann schon seit Ende Mai gehört werden. Er gibt einen guten Eindruck von dem was man bei Time Is A Machine erwarten kann.

 

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Mit 8 Liedern ist das Album relativ knapp. Ich hätte mir schon 2-3 Lieder mehr gewünscht. Allerdings sind mir 8 ausgereifte Lieder lieber als 15, bei denen einige nur aus dem Druck, mehr Material kreieren zu müssen, entstanden sind. Für mich ist der Kauf von Time Is A Machine keine Frage. Mit diesem Album treten Listener ganz klar in eine Lücke die noch gefüllt werden musste und es trifft genau meinen Musiknerv. Ab dem 02.08. steht das Album zum Verkauf bereit. Digital und als Stream steht das Album schon bei Soundcloud zur Verfügung.

Listener auf Deutschland-Tour:

14.08. – Hafenklang, Hamburg

24.08. – Musikbunker, Aachen

27.08. – FZW, Dortmund

28.08. – Jugendhaus West, Stuttgart

29.08. – Brotfabrik, Frankfurt

30.08. – Privatclub Berlin, Berlin

31.08. – Sound of Bronkow, Dresden

01.09. – Kinos im Andreasstadel, Regensburg

03.09. – Ex-Haus, Trier

About joscha

1988er Jahrgang, verliebt in Schallplatten, wohne und lebe in Köln und mache irgendwas mit Medien.