Über die Liebe zur Musik…

Lauschangriff
#013: Dominik (Love A)

Vor 4 Jahren gepostet,von joscha

Machen wir es kurz und knapp: Love A sind super. Das neue Album ist jetzt schon eins meiner Highlights diesen Jahres. Deswegen freut es mich hier Dominiks Lauschangriff präsentieren zu können. Dabei hat er sogar Rücksicht auf die anderen Bandmitglieder genommen. Er beschreibt es in seinen Worten folgendermaßen: „Im Sinne von Love A  bedeutet das, dass das alles Alben sind, bei denen niemand von uns im Bus ruft: „Mach den Quatsch aus.“, was normalerweise sonst doch eher häufig passiert.“. Hier also ein paar Alben bei denen keiner von Love A laut aufschreit.

 

The Thermals – Desperate Ground

Nach dem eher poppigen und sauberen, aber trotzdem gelungenen „Personal Life“, klingen The Thermals nun wieder etwas dreckiger und damit mehr wie in früheren Jahren. Ihr Gespür für tolle Songs bleibt erhalten. „Desperate Ground“ ist wahnsinnig gut und es gibt nur wenige Bands, die mit einfachen Mitteln so gute Lieder schreiben wie das Trio aus Portland.

Turbostaat – Stadt der Angst

„Stadt der Angst“ ist ein absolutes Brett geworden. Es ist abwechslungsreicher als die Vorgängeralben, jedoch trotzdem immerzu als Turbostaat-Album zu erkennen. Die Musik ist gleichzeitig düster, eingängig und druckvoll. Die Texte sind ein wenig zugänglicher geworden, ohne an Qualität einzubüßen. Damit ist man weiterhin ganz vorne im Bereich des deutschsprachigen Punks. Und wie gut ist denn bitte das erste Gitarrenriff in „Willenshalt“?! Wunderbare Platte, die sehr oft auf unseren Fahrten läuft.

Captain Planet – Treibeis

Ich mochte bereits die beiden ersten Alben gerne, aber mit „Treibeis“ haben sich Captain Planet meiner Meinung nach nochmals gesteigert. Die Instrumente klingen rauer und kraftvoller, darüber drängt dann immer wieder Arnes prägnante Stimme mit verzweifelten Texten in die Köpfe der Hörer. „Wo üben die, die immer siegen?“ Das läuft zu Recht nun deutlich mehr als ein halbes Jahr lang immer wieder auf meiner Anlage und ebenso häufig in unserem Bus.

Model for Monument – s/t

Ein Album, in dessen Genuss aller Wahrscheinlichkeit nach viel zu wenige Menschen kommen werden. Model for Monument sind Freunde von uns, die mehr als wunderbaren Post-Punk spielen. Zwei Bässe, treibende Drums und eine großartige Gitarre bilden das Fundament der tollen Songs. Der markante Gesang besorgt den Rest. Hinreißende Lieder, die ins Ohr gehen, ohne zu eingängig zu sein. Sollte sich euch die Möglichkeit bieten, eins der selten stattfindenden Model for Monument Konzerte zu besuchen, unbedingt hingehen – das Album kauft ihr ja hoffentlich ohnehin jetzt alle.

The National – Trouble will find me

The National klingen so, wie sie eben klingen, das bleibt auch mit ihrem sechsten Album so. Tiefer, melancholischer Gesang und verspielte, vielschichtige Arrangements. Ich höre „Trouble will find me“ wirklich gerne, wie auch schon die Alben davor. So lange The National weiterhin Songs wie „Sea of Love“ schreiben, wird das auch so bleiben.

About joscha

1988er Jahrgang, verliebt in Schallplatten, wohne und lebe in Köln und mache irgendwas mit Medien.