Über die Liebe zur Musik…

  • Anti-Flag in Frankfurt - Foto: Arabell Walter

Klatschnass
in der Batschkapp: Anti-Flag!

Vor 4 Jahren gepostet,von Ara

20 Jahre Anti-Flag – für mich definitiv ein Grund, mir die Jungs an zwei hintereinander folgenden Tagen anzusehen. Die sind vor Jahren ja nicht umsonst meine erste englischsprachige Punkband gewesen! Nachdem ich sie mir am Montag bereits im Nürnberger Hirsch angesehen hatte, ging es Dienstagabend weiter zum besten Laden in Frankfurt – in die Batschkapp.

 

Bereits bevor es rein ging, trafen wir auf die sympathischen Typen von Apologies, I Have None. Ihren Auftritt hatte ich am Vorabend zwar verpasst und stattdessen nur Strike Anywhere gesehen, aber nach dem Konzert war man schnell ins Gespräch gekommen. AIHN hatten bereits jetzt ihren persönlichen Rekord in „Auf Deutschlands Straßen im Stau stehen!“ aufgestellt (und bekamen im Laufe des Abends auch noch einen Strafzettel wegen der fehlenden Umweltplakette! Die Armen.), nahmen die ganze Geschichte aber mit einer ordentlichen Portion Humor.

 

Punkt acht traten die Engländer auf die Bühne und obwohl es bereits zu diesem Zeitpunkt im Laden mollig warm war, tobte das Publikum gleich von Beginn an.  Die Engländer schienen von dieser Reaktion zunächst ein wenig verblüfft zu sein, genossen es aber sichtlich, dass bereits bei ihnen ordentlich gepogt und mitgeklatscht wurde. Eine halbe Stunde später klebte man als Konzertbesucher bereits in seinen Klamotten. Und dennoch bat das Frankfurter Publikum lauthals um „one more song“. Den gab’s leider nicht, was wahrscheinlich am engen Zeitplan lag.

Apologies, I Have None in Frankfurt - Foto: Arabell Walter

In der halben Stunden Umbaupause hatte mal erfreulicherweise genug Zeit, um sich eine Abkühlung in Form eines Getränks oder ein paar Minuten vor der Tür zu gönnen. Um Punkt  neun standen dann Anti-Flag auf der Bühne. Wenngleich der erste Song, wie bereits in Nürnberg, ein bisschen schleppend ankam –mit dem zweiten Lied „Broken Bones“ trafen sie voll ins Schwarze. Ebenso mit dem nachfolgenden „Hymn For The Dead“. Die Leute pogten, hüpften und sangen was das Zeug ging und der Schweiß bahnte sich seine Wege über unsere Körper. Nach den ersten drei Liedern war wohl jeder der Anwesenden klatschnass.

Anti-Flag in Frankfurt - Foto: Arabell WalterDa vor der Bühne kein Wellenbrecher stand, gab es auffällig viele Besuche aus dem Publikum auf der Bühne. Ob nun kurz hoch und wieder rein springen oder gleich die Chance nutzen und die gesamte Band zu umarmen – irgendwie war an diesem Abend alles dabei. Auffällig auch, wie viele Leute in der Menge ihr Handy verloren. Mehrere Male unterbrach die Band ihr Set, weil Menschen verzweifelt über den Fußboden krochen. Chris#2 hatte schließlich die Idee, dass man nur ab sofort vor jedem Konzert einen Hut durch die Menge gehen lassen sollte und jeder müsse dann sein Handy abgeben. Angesichts dessen, was dort gerade geschah, konnte ich ihm nur zustimmen.

 

Und dennoch, das tat der Stimmung keinen Abbruch. Die Setlist war ähnlich wie am Vorabend eine perfekte Mischung der letzten 20 Anti-Flag Jahre. Bevor sie nach eineinhalb Stunden mit „You’ve Got To Die For The Government“ die Bühne verließen, gab es noch jeweils ein Cover von den Ramones (The KKK Took My Baby Away) und den Dead Kennedys (Nazi Punks Fuck Off). Was ein Abend – und sche**e, was für eine Hitze!

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Ganz egal, ob die Welt jetzt untergeht - ich will mein Tape nur noch zu Ende hören...

  1. Stefan18. Juli 2013, 23:04

    Hi,

    netter Bericht mit schönen Fotos, danke 😉

    Die Batschkapp so pauschal als den „besten Laden in Frankfurt“ zu preisen, halte ich dann aber doch für arg übertrieben. Da haben wir schon einige andere mehr zu bieten…

    Bei uns wird auch in Kürze eine Review zum Gig von Anti-Flag erscheinen, unter http://www.rockstage-riot-rheinmain.de/ .

    Greets aus Frankfurt,
    Stefan

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