Über die Liebe zur Musik…

  • A Day To Remember@Vainstream

Kurzbericht:
Vainstream 2013

Vor 4 Jahren gepostet,von joscha

Das Vainstream-Festival hat mich schon immer irgendwie gereizt. In der Vergangenheit haben dort viele Bands gespielt die ich sehr schätze und geschätzt habe. Deswegen war es aller höchste Zeit das Festival mal persönlich zu inspizieren. Annika war auch mit dabei und war als Münsteraner local und Vainstream-Erfahrene so gesehen meine Fremdenführerin. Arabell mischte beim Festival hinter den Kulissen mit wodurch Lieblingstape ordentlich Präsenz zeigen konnte. Die passende Galerie zum Festival findet ihr hier.

So empfand ich das Festival

Die Schlange zum Bändchen abholen ist hunderte Meter lang. Annika und ich waren in diesem Moment sehr froh dass wir durch den Presseeingang an der Schlange vorbeigehen konnte. Einer dieser Momente wo man sich irgendwie wichtig fühlt (was man aber gar nicht ist). Das Festivalgelände ist schön klein was die Wege recht kurz macht. Die Essens- und Modestände sind räumlich gut von den Bühnen getrennt was sich an diesen Stellen positiv auf die Gehwege auswirkte da dort kaum Gedränge war. Die parallel angeordneten Hauptbühnen sind sehr praktisch. Das soll den Wechsel zwischen den Bühnen vereinfachen wobei das leider nicht für die Fotografen galt. Mit dem Thema Fotograben kommen wir zur ersten Negativ-Erfahrung. Die Fotografen durften nicht durch den Graben zur anderen Seite der Bühne. Das bedeutete, dass man sich nach jeder Band ein Mal außen ums Publikum und durchs Gedränge kämpfen musste. Bei beliebten Bands wie Ghost Inside, Parkway Drive oder Boysetsfire erwies sich das als äußerst schwierig. Aber wie man bei den Bildern sieht haben wir es trotzdem hinbekommen.

Mit 30°C und blauem Himmel war es perfektes Open Air Wetter. Leider ballerte die Sonne nur so auf unsere Köpfe und Schattenplätze waren auch eher Mangelware. Da waren die Interviews in der Artist Area die reinste Entspannung. Der Backstage-Bereich war unsere Oase die wir zum entspannen und regenerieren nutzten.
Neaera@Vainstream

Neaera@Vainstream

Genug drum herum geredet, wie waren die Bands?

Boysetsfire@Vainstream

Boysetsfire@Vainstream

Absolutes Highlight waren für mich Boysetsfire. Die Band begleitet mich schon so lange durchs Leben da freue ich mich über jede Gelegenheit sie live zu sehen. Es sind wirklich sympathische Jungs denen man den Spaß beim spielen ansieht. Dementsprechend hat das Interview mit Gitarristen Chad auch sehr viel Spaß gemacht.

 

Es ist drei Jahre her seitdem ich A Day To Remember zuletzt gesehen habe deswegen freute ich mich sie zu sehen. Die Show an sich war so gut wie man es sonst auch von ADTR gewohnt ist. Die verkleideten Menschen im Publikum werde ich allerdings nie verstehen. Was die Zuschauerzahl anging stieß das Festival hier wirklich an seine Grenzen. Von vorne bis hinten knubbelten sich die Menschen um den Klängen beim Sonnenuntergang zu lauschen.

 

Bei Anti-Flag hat das Fotografieren wirklich Spaß gemacht. Auf der Bühne und im Publikum passiert so viel dass man den Finger gar nicht vom Auslöser lassen kann. Der Gastauftritt von Ingo Donot war dann das Sahnehäubchen. Ein wenig später gab es auch noch eine gut besuchte Autogrammstunde mit den Jungs am Stand von Amnisty International. Eine sehr nette und sehenswerte Band!

 

Parkway Drive@Vainstream

Parkway Drive@Vainstream

Ich bezeichne Parkway Drive immer gerne als „bestaussehendste Band ihres Genres“. Aber diese Oberflächligkeit hat natürlich nichts mit ihrer Musik zu tun. Die Fans waren hier besonders Textsicher was für eine top Stimmung sorgte. Die Show um die Metalcore-Ikonen wird immer fetter. Rauchkanonen und Konfetti unterstreichen die Riffs. Gefällt mir sehr.

 

Besonders interessant fand ich ja die Converse-Bühne. Diese war halb Bühne, halb Skateboard-Rail. Während Red Fang undStrike Anywhere rollten hochkarätige Skater an einem vorbei. Das fand ich echt super. Genau wie beide Bands. Strike Anywhere sind ein sicheres Pferd und enttäuschen eigentlich nie wenn man die Art der Musik mag. Red Fang kannte ich hingegen vorher kaum, wurde aber positiv überrascht.

 

Neaera waren auch eine Band bei der das Fotografieren Spaß gemacht hat. Der Sänger fühlte sich beim Publikum scheinbar wohler als auf der Bühne. Die Band macht zwar nicht unbedingt die Musik die ich momentan höre, aber sie wissen wirklich was sie auf der Bühne zu tun haben.

 

Wenn ich eins meiner Bilder vom Jennifer Rostock Gitarrist sehe oder nur an ihn denke will ich im Strahl kotzen. Arrogantes Rockstar-Auftreten dafür, dass es nur eine Popband ist. Bisher war ich der Band immer neutral gegenüber da sie mir egal waren. Aber der Auftritt war meiner Meinung nach eine Farce. Alles wirkte erprobt, affektiert und keinesfalls Spontan. Dazu noch das Geräkel von Sängerin Jennifer Weist die sich wie eine Gogotänzerin bewegt hat. Andererseits hat sie auf der Bühne Schnaps getrunken was wahrscheinlich zu bedeuten hat, dass sie eine total coole Person ist. Seit diesem Auftritt bin ich der Band nicht mehr neutral gegenübergestellt.

 

Red Fang@Vainstream

Red Fang@Vainstream

Fazit

Das Vainstream ist durch seine Lage ein perfektes Tagesfestival. Man bekommt für sein Geld definitiv etwas geboten. Die Getränkepreise waren fair und Freunde der vegetarischen/veganen Lebensweise werden dort ebenfalls glücklich. Schade war nur dass das Gelände nicht sauber gemacht wurde. Dadurch dass auf den Plastikbechern kein Pfand war und es nur wenig Mülleimer gab (zumindest habe ich nicht viele gesehen) lag überall sehr viel Müll rum. Die Klos wurden immer dreckiger und liefen teilweise über.
Aber dennoch ist das Festival empfehlenswert und ich würde mich freuen im nächsten Jahr wieder Fotos machen zu können.
Joscha Häring

About joscha

1988er Jahrgang, verliebt in Schallplatten, wohne und lebe in Köln und mache irgendwas mit Medien.