Über die Liebe zur Musik…

  • John Allen - Foto: Arabell Walter
  • John Allen - Foto: Arabell Walter

Vorgestellt:
John Allen aus Hamburg

Vor 4 Jahren gepostet,von Ara

Manchmal muss man ein Träumer sein. Optimistisch und an seinen Wünschen festhalten. Denn hin und wieder werden die größten Träume wahr! Als ich John Allen aus Hamburg das erste Mal traf, ging vor dem Knust die quasi die Welt unter. Es regnete in Strömen, doch John hatte es nicht nehmen lassen, um vor dem bedachten Eingang einige Songs mit seiner Gitarre für die warteten Fans zum Besten zu geben.

 

Die Aktion blieb nicht unbemerkt, denn kurzerhand gesellte sich niemand geringeres als eben jener Frank Turner. Im Gepäck eine Mundharmonika, mit der er John spontan zum Cover „Mr Jones“ von Counting Crows unterstützte.
Das zweite Mal traf ich John als Support für Tim Vantol und war begeistert. Eben deswegen, fragte ich ihn noch am gleichen Abend nach einem Interview-Termin. Bevor wir soweit waren, das Interview zu veröffentlichen, wurde für John ein Traum wahr:  Er darf die kommende Deutschland Tour von Frank Turner supporten! Doch nun geredet, hier stellen wir euch John Allen vor:

 

Seit wann machst du Musik & was hat dich dazu bewogen, damit anzufangen?
John:
Musik mache ich eigentlich schon seit frühester Kindheit, Blockflöte und so. Dann kam irgendwann der Klavierunterricht und mit Anfang 20 habe ich beschlossen mir eine Gitarre zu kaufen, die sind einfach praktischer und um ehrlich zu sein habe ich zur selben Zeit Bob Dylan kennengelernt und mir gedacht: „Was der kann, das kann ich auch“ Nunja…

 

Welche musikalischen Vorbilder hast du?
John:
Da gibt es tatsächlich ganz viele. Wie schon gesagt, Dylan ist was die Gitarre angeht mein frühester Einfluss. Nicht zwingend Knockin‘ on Heavens Door, aber gerade sein textlicher Output ist nach wie vor faszinierend. Über Dylan sind dann andere Einflüsse hinzugekommen: Bruce Springsteen, Billy Joel, Eric Clapton aus der „klassischen“ Ecke, dazu die Counting Crows, The Hold Steady, Gaslight Anthem, Frank Turner, Chuck Ragan aus der eher „modernen“ Ecke. Ganz groß ist für mich auch Tom Waits.

 

John Allen - Foto: Arabell WalterWas beeinflusst dich beim Schreiben?

John:  Eigentlich alles… mein Umfeld, meine Gefühle, was mir Menschen so erzählen. Dylan hat einmal während eines Interviews gesagt: „Sie können den Raum für 10 Minuten verlassen und dann habe ich einen Song über sie geschrieben“… soweit würde ich nicht gehen, aber es geht in dieselbe Richtung. Ich versuche meine Inspiration aus dem Alltäglichen zu beziehen… ob das immer klappt ist eine ganz andere Frage

 

Warum hast du dich dazu entschlossen, auf Englisch und nicht auf Deutsch zu singen?

John: Gute Frage… zumindest eine die ich mir selbst nicht zufriedenstellend beantworten kann. Ich denke es liegt tatsächlich zum einen an meinen Vorbildern, aber zum anderen auch daran, dass ich mich im Englischen schon immer wohler gefühlt habe als im Deutschen. Ich habe auch das Gefühl nicht ganz so schnell in irgendwelche Schlager-Klischees abzudriften. Englisch ist für mein Empfinden ein Stück eleganter als Deutsch… zumindest als „mein Deutsch“. Selbstverständlich gibt es textlich gesehen große deutsche Liedermacher, Reinhard Mey, Stoppok oder auch Judith Holofernes von den Helden, aber ich habe mich da nie so wirklich „reinschreiben“ können.

 

Was war der bisher schönste Moment auf der Bühne?

John: Schwer zu sagen. Die volle Astra Stube mit Tim Vantol. Das erste Mal als Leute einen Song von mir mitgesungen haben, generell immer der Applaus nach einem Song. Auch wenn man einen neuen Song ausprobiert und merkt, er gefällt dem Publikum… die Bühne bietet enorm viele schönste Momente.

 

Wie sehr freust du dich auf die kommende Tour mit Frank Turner? Was erwartest du?

John: Oh, das ist echt schwierig in Worte zu fassen. Frank ist einer meiner großen Helden und Vorbilder, da gefragt zu werden ob ich supporten möchte, ist eben der Wahnsinn. Was ich erwarte…oha, keine Ahnung. In erster Linie möchte ich Spaß haben. Und es freut mich einfach meine Songs einmal einem größeren Publikum präsentieren zu können. Natürlich ist das immer verbunden mit der Hoffnung, dass man irgendwie den Durchbruch schafft oder zumindest das die Türen einfacher aufgehen…

 

John Allen auf Solo-Tour:

05 July 2013 –  Intersoup, Berlin
07 July 2013 – Ludwigs, Nürnberg
08 July 2013 – Südstadt, München
10 July 2013 – Denkmal, Salzburg/AT, (feat. Dominik McNeder)
11 July 2013 – Backstage, München
12 July 2013 – Kulturkeller, Guntersblum
13 July 2013 – Altes Eishaus, Limburg
16 July 2013 – Wunschlos Glücklich, Würzburg
19 July 2013 – Scruffy Murphy’s, Markgröningen
20 July 2013 – Goldene Krone, Darmstadt
21 July 2013 – The Majik Lounge, Bad Kreuznach
23 July 2013 – Café Arte, Münster
26 July 2013 – Zimmer 16, Berlin

John Allen auf Tour mit Frank Turner:

05.09.2013- Dortmund, FZW
06.09.2013- Bremen
08.09.2013- Berlin, Huxley
09.09.2013- Hamburg, Große Freiheit 36
10.09.2013- Hannover, Faust
11.09.2013- Wiesbaden, Schlachthof
12.09.2013- München, Backstage
14.09.2013- Lindau, Club Vaudeville
20.09.2013- Köln, E-Werk

 

Arabell Walter.

About Ara

Ganz egal, ob die Welt jetzt untergeht - ich will mein Tape nur noch zu Ende hören...