Über die Liebe zur Musik…

  • Prinz Pi - Kompass Ohne Norden

Das Sprachrohr
einer Jugend: Prinz Pi.

Vor 4 Jahren gepostet,von admin

Von Null auf Platz Eins der deutschen Albumcharts, katapultierte sich Prinz Pi im April dieses Jahres mit seinem neuen Album „Kompass Ohne Norden“. Deutscher HipHop mit Niveau liegt wieder voll im Trend – Prinz Pi, das Sprachrohr der heutigen Generation.

Und es ist schwierig ein paar Zeilen aus seinen Songs herauszufiltern und hier als Zitat anzugeben. Zugegeben sind oftmals die kompletten Texte zitier würdig.  So handelt „Moderne Zeiten“ etwa vom Auftreten der heutigen Jugend zwischen Web 2.0, Dauerpartys und einem Kleidungsstil, der irgendwo zwischen hip und altmodisch liegt. Pi weiß wovon er spricht, ist er doch selbst gerade einmal 33.

„Die ersten sind gescheitert, die ersten was geworden. Die ersten wurden Eltern, die ersten sind gestorben. Bob Dylan gab mir einst (s)einen Kompass ohne Norden. Jetzt bleibe ich verloren in ein unbekanntes Morgen.“ – der Titelsong spiegelt die Zeit nach dem Abitur wieder und berührend, wenn man sich gerade ganz genau in dieser Lebenslage befindet. Zwischen Orientierungslosigkeit und dem Gefühl, etwas erreicht zu haben.

Es sind Texte über die Jugend, über Versagensängste, übers Mutmachen, über das Zurückblicken und Gefühle. Prinz Pi ist ein Genie im Texten und solange Casper sein Album noch nicht rausgebracht hat, ist „Kompass Ohne Norden“ für mich das beste deutschsprachige HipHop Album des Jahres – nur eine Kleinigkeit, die mich von Anfang bis Ende massiv stört. Es ist die Art und Weise wie Pi rappt – es klingt nach Gangster, obwohl er das ganz und gar nicht nötig hat.

Arabell Walter.

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