Über die Liebe zur Musik…

„We want Frank!“ – Mr Turner live in London!

Written by admin, 4 Jahren ago, 0 Comments

Frank Turner & The Sleeping Souls in London, Forum - Foto: Arabell Walter“We want Frank, we want Frank!”, schallte es ab 21:00 Uhr Ortszeit durch das Forum, einem ehemaligen Kino unweit von Camden, London. Kurz zuvor hatten George Frakes sowie Larry and His Flask die rund 2000 Fans bereits ordentlich eingeheizt.

Erst wenige Tage zuvor, war Franks aktuelles fünftes Studioalbum „Tape Deck Heart“ in die Läden gekommen und keiner im Raum, konnte es erwarten, diese Songs endlich (wieder) live zu hören. Der Opener „Four Simple Words“, hätte nicht besser gewählt werden können, denn innerhalb von wenigen Sekunden war das komplette Forum am tanzen. Und zugegeben, da fiel es einem schon schwer, ruhig im Graben stehen zu bleiben.

Weiter ging es mit „The Road“ und „Peggy Sang The Blues“, auf die auch schon „Reasons Not To Be An Idiot“ und „Glory Hallelujah“ folgten. Einen Moment zum Verschnaufen? Nö, war erst einmal nicht. Frank haute zusammen mit den Sleeping Souls einen Kracher nach dem nächsten raus und gab dem Ganzen mit dem ein oder anderen neuen Song wie „Polaroid Picture“ und „Plain Sailing Weather“ die richtige Würze.  Egal, welchen Song Frank anstimmte, innerhalb weniger Sekunden erhob sich ein Chor über die Köpfe des Publikums, den ich bei keinem, wirklich noch keinem Konzert in diesem Ausmaß erleben durfte. Hin und wieder war das Publikum tatsächlich so laut, dass Franks Gesang fast schon unterging.

Frank Turner & The Sleeping Souls in London, Forum - Foto: Arabell WalterRuhiger wurde es erst im zweiten Teil des Sets mit „Good And Gone“ sowie „A Decent Cup Of Tea“, das auf den Wunsch eines Fans hin gespielt wurde. So ruhig blieb es allerdings nicht lange. Dass ein Typ mit Akustikgitarre alles andere als langweilig ist, bewies Frank Turner nicht zuletzt dann, als der Hit „Long Live The Queen“  in einer rockigen, fast schon zu schnellen Version gespielt wurde.

Nach 18 Songs verließ Frank Turner schließlich zum ersten Mal die Bühne, um nach wenigen Minuten unter tosendem Applaus zurück zu kommen. Er bedankte sich großzügig bei all jenen, die ihm einen Abend wie diesen ermöglicht hatten. Er entschuldigte sich lachend bei all denen Fans, denen die neue Platte nicht ganz so zusagt und betonte im gleichen Atemzug, dass es für ihnen keinerlei Unterschied mache, mit welcher Platte man seine Musik kennen gelernt hatte: „Everybody is welcome!“ Doch als kleines Sahnetüpfelchen packte er schließlich noch einmal „The Ballad Of Me And My Friends“ aus, das aus mehr als 2.000 Kehlen lautstark mitgebrüllt wurde.

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„I Still Believe“ rundete den Abend schließlich nach 22 Liedern ab – und verdammte Axt, solltet ihr mal die Möglichkeit haben, Frank in England, oder gar London live zu sehen – tut es! Es ist der Wahnsinn und mitunter so unglaublich wie ein Toten Hosen Konzert in Argentinien. Man munkelt, dass er Ende des Jahres die O2 Arena beehren wird – schauen wir mal, was draus wird.

Arabell Walter.

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