Über die Liebe zur Musik…

Lauschangriff #008: Tigeryouth

Written by admin, 4 Jahren ago, 0 Comments

tigeryouth - Foto: Gustav Pursche

Tigeryouth – Akustikpunk statt zum zehntausensten die gleiche Schmusemusik mit Gitarre zu fabrizieren. Nun, nicht’s gegen Singer-Songwriter – wir hören sie viel zu gerne und schreiben hier zu häufig über sie, dass wir uns nun trauen würden, sie madig zu reden. Aber das ist nun einmal der Faktor, der Tilman, von den vielen anderen Gitarrenspieler unterscheidet. Deswegen haben wir ihn so gerne.

Am 25. April bringt Tigeryouth seine neue EP „Im Sitzen“ raus. Das schöne daran ist, dass das gute Ding auf Kassette erscheinen wird! Da geht uns das Herz auf! Releaseshow ist am gleichen Tag in der Ibbenbürener Scheune zusammen mit Idle Class und Fragmentists. Falls ihr aus Münster, Ibbenbüren oder der Umgebung kommt, solltet ihr diesen Abend nicht verpassen! Und nun geht’s los mit dem Lauschangriff:

1) My Chemical Romance – Welcome To The Black Parade [2006]

Eingetippt und dann geguckt, was die Anderen so schreiben. Witziger Zufall, dass der Felix von Frau Potz diese Platte auch auf seiner Liste hat. Seine “verbotene Liebe” ist auch meine. “They’re gonna clean up your looks with all the lies in the books, to make a citizen out of you”. “Teenagers”, in seiner einfachen Einprägsamkeit ein großartiger Song und mein Favorit auf dem Ding. Alles, was nach der Platte kommt, muss sich niemand mehr anhören, aber dieses Album ist so vollgestopft mit Hits, dass es bei mir immer noch hoch- und runter läuft.

2) Apologies, I Have None – London [2012]

Mein Album des Jahres 2012. Das ist genau mein Ding. Großartige Stimmen, Melodien und vor allem Texte, in denen ich mich immer wieder wiederfinde. “Because I spent all my nights awake, stuck in the same place, finding out in the hardest way that nothing worthwhile comes easily”. Zeilen wie diese aus dem Song “60 Miles” haben mir schon tausendmal den Tag gerettet.

3) Brand New – Deja Entendu [2003]

Brand New. Seit ich sie das erste Mal gehört habe, eine meiner zwei absoluten Lieblingsbands. Jedes Album für sich ist großartig, aber das hier ist die Platte, mit der die Band mich gekriegt hat. Nur Hits! Und einer der schönsten und traurigsten Toursongs der Welt. “Feels like every chance to leave is another chance I should have took”. Danke dafür, Jesse Lacey. Und natürlich für “Okay I believe you but my tommy gun don’t”. Fuck, wie schreibt man so einen Text? “Oh, it hurts to be this good”. Jep.

4) Fragmentists – Demo

Distillers sind passé, in die Lücke springen (in meiner Welt) meine guten Freunde von Fragmentists, von denen man hoffentlich bald viel viel mehr hört. Wer am 25ten April bei meiner Release-Show in Ibbenbüren am Stizzle ist, kann sich das mal live angucken. (Schleichwerbung!) Auf jeden Fall vier großartige Punksongs, die es verdammt noch mal irgendwo für die ganze Welt zu hören geben sollte. Richtig gut.

5) Death Is Not Glamorous – Spring Forward [2011]

“SO YOURE ANGRY? WE’RE ALL FUCKING ANGRY, WHAT’S YOUR POINT?!” Gefühlte hundert Mal habe ich diese Band in der Scheune in Ibbenbüren gesehen, als ich noch bei Mutti und Vati gewohnt habe und die Welt noch in Ordnung war. Meinst du, ich hätte mir da auch nur einmal was von denen angehört? Ich könnte mir in den Arsch beißen für so viel Ignoranz meinerseits. Da war mir der billige Sangria wohl wichtiger. “FUCK YOU!” an mein früheres Ich. Das hol’ ich jetzt alles nach. Einmal durch die ganze Diskographie und zurück. Immer wieder.

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