Über die Liebe zur Musik…

Volbeat: Outlaw
Gentlemen & Shady Ladies

Vor 5 Jahren gepostet,von admin

Na endlich! Drei Jahre nach Beyond Hell / Above Heaven sind Volbeat mit ihrem neuen Album Outlaw Gentlemen & Shady Ladys zurück. Die Band hat sich ein wenig verändert, aber sind immer noch 100% Volbeat!

Sieht man sich das Cover und den Titel an, springen die Gedanken 100 Jahre zurück. Geächtete Herren und zwielichtige Damen. Das klingt doch nach Western: Spiel mir das Lied vom Tod, Vier Fäuste für ein Halleluja, 3:10 to Yuma, sogar Django Unchained und Red Dead Redemption kommen dem Film- und Spieleliebhaber in den Sinn. Irgendwann kommt immer die Szene, in der der Bösewicht seinem Kontrahenten gegenüber steht, von der Sonne geblendet wird und sich nochmal den Staub von den Klamotten schlägt. Und dass das in Bezug auf das neue Album gar nicht so falsch ist, beweist der Opener Let’s shake some dust.

Die Stücke Pearl Hart und Lola Montez handeln von zwei Frauen, die durch ihre Verbrechen bekannt wurden. Zum einen Hart, die eine der letzten Postkutschen-Überfälle in Nordamerika begonnen hat, um Medizin für ihre Mutter zu kaufen, und Montez, eine Gräfin, deren Bekanntheit eher durch eines Hochstapels und viele Affären stieg. (Danke Wikipedia!) Dabei bedienen sich die Kopenhagener voll und ganz am Rock’n’Roll.

Diejenigen von euch, die Volbeat schon etwas länger begleiten, werden bestimmt auch die Band Dominus auf dem Schirm haben: die erste Metalband von Sänger Michael. In diese Richtung gehen nämlich auch (wieder) einige musikalische Ausflüge. Das hört man unter anderem bei Dead but rising und Room 24.

Dass die Jungs auch Meister im Covern sind, beweisen sie mit My Body, welches Ursprünglich von der amerikanischen Indie-Rock Band Young The Giant stammt.

Bei The Lonesome Rider, welches jedem Rockabilly Fan das Herz höher schlägen lässt, haben sie sich Unterstützung in Form von Sarah Blackwood geholt, die wir eher von Walk off the Earth kennen. Ein düster schimmerndes Lied über einen unbekannten dunklen „Ritter“. Sarah Blackwood ist aber nicht die Einzige, die auf diesem Album zu hören ist. Kind Diamond, Sänger von Mercyful Fate, leistet Michael im Song Room 24, den beide auch zusammen geschrieben haben, Gesellschaft.

Volbeat scheinen voll und ganz hinter Outlaw Gentlemen & Shady Ladys zu stehen und glücklich mit dem Ergebnis zu sein. Es ist eine Hommage an den Wilden Westen und seine Verbrecher, die mit Intelligenz und elegantem Auftreten für Unruhen gesorgt haben.

Dass sich allerdings wirklich etwas an der Zusammenstellung verändert hat, fällt erst auf wenn man es tatsächlich weiß. Nachdem sich die Band nach ihrer letzten Tour 2011 von Gitarrist Thomas Bredahl trennte, war erst einmal ungewiss wer in seine Fußstapfen treten wird. Ohne zweiten Gitarristen gingen sie trotzdem direkt nach der Tour ins Studio um neue Songs aufzunehmen. Mit Rob Caggiano holten sie zunächst als zweiten Produzenten dazu. Doch nach der Arbeit am Album ließen Volbeat verkünden, dass sie mit ihm einen neuen Gitarristen gefunden haben.

Sonja Nießen.

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