Über die Liebe zur Musik…

Lauschangriff #006: Trip (Kind Im Magen?)

Written by admin, 4 Jahren ago, 0 Comments

Lauschangriff: Trip von KIM? - Foto: Arabell Walter

Anfang Januar meldeten sich KIM? auf ihrer Facebookseite mit den Worten „Neues Jahr! Neue Songs! Neue Platte!“ zurück. Zwei Jahre ist es her, seitdem „Siehst Du zu?“ erschien. Doch das war es dann auch schon wieder. Ein Lebenszeichen, auf das keine größere Tour folgte. Kein Wunder, denn Sänger Trip war immer häufiger mit dem Jungs von Cryssis oder eben mal als Roadie für die Donots oder auch Seeed unterwegs. Zwischen all dem Trubel und bevor es wiedermit KIM? ins Studio geht, nahm sich Trip Zeit, uns seine aktuellen Top 5 zu nennen:

The Disciplines – Virgins of Menace [2011]

Eine der großen Entdeckungen durch Walking-Jukebox Vom Ritchie, woraufhin ich unbedingt alles von denen haben musste. Schmissige Hooks, verdrehte Arrangements und ne tierisch trockene Produktion wo man jedes Brummen der Verstärker noch hören kann. Auf der Platte ist alles geil gespielt, obwohl unser Cryssis interner Hit „Oslo“ auf dem ersten Album Smoking Kills ist.

Biffy Clyro – Opposites [2013]

Weiß gar nicht, wo ich hier anfangen soll, aber diese Band ist eine der wenigen die mich in den letzten Jahren wirklich hart beeindruckt hat. Da stimmt auch von Melodie über Komplexität, Sound und Eigensinnigkeit einfach alles. Die logische sinnvolle Konsequenz nach den beiden Über-Alben Puzzle und Only Revolutions davor.. Wenn ich denke ich habe mal ein guten Song geschrieben, darf man danach nicht Biffy Clyro hören…

Left Boy – Guns Bitches and Weed [2012]

Bin über n Freund in das LB-Universum eingetaucht und nicht mehr rausgekommen. Wenn ich die Schnauze von allem voll habe, geh ich mit seiner Musik spazieren, denn der Typ ist ein super kreatives Mastermind, der alle Regeln bricht. Sehr punkig für seinen Dance/Rap/ich-klaue-bekannte-Samples-und-mach-was-eigenes-draus-Ding. Hoffe der wird jetzt von seinem Erfolg nicht aufgefressen, denn man ist immer am besten, wenn man nichts zu verlieren hat…

Triggerfinger – All This Dancin‘ Around [2012]

Die letzte Band die in den legendären Sound City Studios (siehe Dave Grohl’s super Film darüber) aufgenommen hat und sich so eine erfrischend analoge Platte getraut hat. Das könnten heutzutage mal wieder mehr Bands machen. Dazu muss leider aber auch gut spielen können. Mir geht bei „All Night long“ immer einer ab, wenn man hört wie der Drummer zu perkussiven Zwecken eine Kette fallen lässt und wieder aufhebt. Brachial und feinfühlig.

Marteria – Zum Glück in die Zukunft [2011]

Ich hab noch nie eine Platte so lange gehört wie diese. Lief bestimmt 1,5 Jahre regelmäßig/täglich und verbindet mich damit mit meinem guten Kumpel Stefan. Das sind alles richtige feine Songs und verdammt gute Texte („Louis“ ist mein Favorit) über die ich viel nachdenke. Außerdem war die Platte mein Einstieg in elektronische Musik und stellt für mich eine geniale Metamorphose zwischen bewährten Recording-Prozessen und Klangsynthese dar.. Klingt kompliziert, aber dadurch hab ich echt viel gelernt. Die einzige Stelle wo ich leider immer weiter skippen muss, ist, wenn Jan Delay bei „Wie mach ich…“ im Refrain einsetzt. Aber egal, das macht die Strophen noch besser

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