Über die Liebe zur Musik…

Gedächtnispogo mit Peppone!

Written by admin, 5 Jahren ago, 0 Comments

Peppone - Peppone„Wann habe ich zum letzten Mal bewusst Deutschpunk gehört, der nicht in Richtung Frau Potz, Turbostaat und Findus ging?“, schoss es mir durch den Kopf, als ich Anfang des Jahres ein Rezensionsexemplar der Band Peppone aus Magdeburg und Potsdam bekam. Eine Antwort auf die Frage fiel mir nicht ein, aber mit jedem Mal, mit dem ich den Tonarm erneut auf den äußersten Rand der Platte setzte, gefiel sie mir mehr.

Wo warst du 94 im April? Hast du um Kurt Cobain geweint?“ heißt es gleich zu Beginn etwas anklagend in „Kigali“. Ich verkneife mir die Antwort und springe gleich über zu meinem Lieblingslied der Platte mit dem Titel „Gedächtnispogo“, das mit einem Serienzitat aus LOST beginnt und ebenso endet. Es ist eine Ode an die analoge Form des Musikhörens und gleichzeitig eine Verurteilung der Abstumpfung, die mit der digitalen Form immer häufiger auftritt:

„Noch einmal Kassettensampler mixen. Vorspulen, zurückspulen, Übergänge setzen. Kann man damit heute noch Mädchen imponieren? Können Textzeilen noch blamieren. [..] Es fehlt dann doch Zeit, den ganzen Krempel durchzuhören. Respektlos gesammelt – die Musik verliert an Wert. Keine Anklage, kein ‚Rettet das Vinyl!‘. Nur wer das hier verstehen will, hält sich fest an dem Gefühl!“

Wahrscheinlich gibt es das Album gerade deshalb als Vinyl, – einmal in schwarz und einmal in rot. Als Beilage gibt es ein Textblatt, welches neben den Texten – ach echt? – auch ein Rezept zu „Spagetthi Peppone“  beinhaltet. Mal was neues, warum auch nich!? Und wie klingt die Scheibe? Rau, aber es nicht der typische Deutschpunk, den man vielleicht erwartet. Schuld daran ist, dass das Schlagzeug von einem Drumcomputer ersetzt wird. Dadurch klingt alles hin und wieder ein wenig elektronisch, aber Peppone haben genau den schmalen Grad gefunden, an dem es nur auffällt, wenn man ganz genau hin hört. Erfrischend anders und eine Platte die Spaß macht!

16.03. – Berlin, Schokoladen
05.04. – Magdeburg, Knast Magdeburg
26.04. – Halle, VL Ludwigstraße
08.06. – Leipzig, Moritzbastei

Ich wünsch dir kein Glück, aber mir. Weil ich gut bin im Gegensatz zu dir!“ – Überzeugt euch einfach selbst!

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