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Itchy Poopzkid – Ports & Chords: 3 Meinungen aus dem Team!

Written by admin, 4 Jahren ago, 0 Comments

Itchy Poopzkid - Ports & ChordsDie üblichen Fragen in unserer internen Lieblingstape-Gruppe bei Facebook? Wahlweise „Ich hab hier das Album XX von YY geschickt bekommen, wer von euch will das machen?“ oder eben auch „Schnickschnackschnucken wir eigentlich darum, wer ZZ rezensieren darf?“. Aber warum eigentlich nicht einmal mehr als einen zu Wort kommen lassen? Kaum war die Idee ausgesprochen, nahmen wir uns zu dritt ein Album vor, das schon länger auf unserer „To Do“-List stand. Das neue Itchy Poopzkid Album „Ports & Chords“!

Eigentlich schon seit mehr als einem Monat, nämlich dem 25. Januar, ging es in der Fülle von Neuerscheinungen schlicht und ergreifend unter. Aber deswegen ist es ja noch lange nicht bloßer Schnee von gestern. Drei von uns – nämlich Annika, Arabell und Joscha – haben sich das zweite Album, welches Itchy Poopzkid nun wieder auf ihrem eigenen Label „Findaway Records“ veröffentlichten, sich noch einmal genauer angehört:

Auf „Ports & Chords“ befinden sich deutlich mehr ruhigere Tracks als noch auf dem Vorgänger. So nimmt I Believe  erstmal stark das Tempo der ersten fünf Punkrock-Nummern raus. Mit „Get Up Get Down“ kommt neben wooahohoh-Gesängen allerdings auch das vermisste Tempo wieder. Für „Things I Would Love to Have Said“ haben Itchy Poopzkid irgendeiner Folkband das Banjo geklaut und hätten sich genauso gut noch Frank Turner mit ins Boot holen können.
Apropos Boot: Damit Albumname und Cover auch erst richtig Sinn ergeben leiht Teilzeit-Pirat und immer gern gesehener Album-Gast Guido Donot dem Trio für „The Pirate Song“ seine Stimme, die nach wie vor nach 20 Gläsern Whiskey am Tag klingt. Piratig! Den Abschluss macht mein persönlicher Favorit „With Heads Held High“, was vielleicht auch an dem nett zusammengeschusterten Fan-Chor-Part am Ende liegen mag. Itchy Poopzkid bleiben ihrem Stil also treu und sorgen nach wie vor dafür, dass die Songs durch ihre gewisse Eingängigkeit schnell im Ohr bleiben. Dabei klingen sie insgesamt etwas gereifter aber meiner Meinung nach auch absehbarer, was die Konzepte der Songs angeht.
-Annika Meier.

[youtube https://www.youtube.com/watch?v=JIUBBwg6jJg]

 

Wenn ich das neue Itchy Poopzkid Album „Ports & Chords” mit einem Wort beschreiben müsste, dann wäre das „vielschichtig”. Und das wiederum lässt mich grinsen, hatte ich doch den Vorgänger „Lights Out London“ vor zwei Jahren noch als „abwechslungsreich“ bezeichnet. Bemerkenswert sind natürlich die Featurings „The Pirate Song“ mit Guido von den Donots und „She Said“ mit Charlotte von The Subways. Ersteres erinnert mich stark an den Donotssong „Into The Grey“ –  klar, ist ja die gleiche Thematik aber man hört die Itchys hierbei noch raus. Hätte man mir „She Said“ jedoch ohne den Albumkontext vorgesetzt, hätte ich ihn wahrscheinlich knallhart für einen reinen Subways-Song gehalten. Um ehrlich zu sein, ein bisschen schade.
Dafür entpuppt sich „Where I Wanna Be“ als textliche Schokopraline: „You’ll never understand why this means so much to me…“, singt Panzer da sowohl im Kontext zur seinem Lieblingsfußballverein, als auch zum Punkrock und der Tatsache, in einer Band zu spielen. Alles in allem? Wieder einmal ein vielschichtiges Album der Itchys, bei dem man ruhig 1-2 Filler-Songs hätte raus lassen können.
– Arabell Walter.

[youtube https://www.youtube.com/watch?v=LhBlC6nPl6o]

 

Musikalisch gesehen haben Itchy Poopzkid das Rad nicht neu erfunden (aber wenn wir ganz ehrlich sind, welche Band macht das schon noch?). Die Melodien sind sehr eingängig und erzeugen wahrscheinlich bei den meisten Zuhörern auch die von der Band erhoffte Stimmung. Das Problem was ich allerdings beim mehrmaligen Hören hatte: Die Melodien gingen so schnell ins Ohr, wie sie auch wieder verflogen. Bei mir ist kaum ein Song wirklich hängen geblieben, obwohl ich das Album ziemlich oft gehört habe. Lediglich „The Pirate Song“ ist mir positiv im Kopf geblieben, wobei ich auch bei ihm jetzt Probleme hätte z.B. die Melodie zu summen. Was mich aber bei den Liedern stört ist aber nicht mal unbedingt die Musik, sondern eher die Englisch-Aussprache der Sänger. Ich mag es nicht, wenn man bei den ersten drei Wörtern einer Band schon die Muttersprache raus hört.
Fazit: Ich sage nicht dass „Ports & Chords“ scheiße ist, aber ich mag es trotzdem nicht. Andererseits denke ich, dass z.B. Fans der Donots, Sondaschule oder Montreal, die das Album weniger kritisch betrachten als ich, voll auf ihre Kosten kommen werden. Denn eines muss man Itchy Poopzkid lassen: Sie sind sich ihrem Stil treu geblieben.
-Joscha Häring.

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