Über die Liebe zur Musik…

The boys are back! – Die Dropkick Murphys luden nach Hamburg ein.

Written by admin, 5 Jahren ago, 0 Comments

Dropkick Murphys in Hamburg - Foto: Arabell WalterSeit dem Tag, an dem bekannt wurde, dass Frank Turner die Dropkick Murphys auf ihrer Europatour supporten würde, blickte ich dem Konzert in Hamburg vorfreudig entgegen. Als dann auch noch Cryssis, die aktuelle Zweitband von Hosen Drummer Vom Ritchie bestätigt wurde, war das Lineup in meinen Augen schon nahezu perfekt. Kein Wunder, dass ich vergangenen Samstag leicht panisch wurde, als wir erst eine Viertelstunde vor Konzertbeginn die Sporthalle betraten.

Unter normalen Umständen wäre das ja kein Problem gewesen, doch der Veranstalter wollte alle Fotografen jeweils 15 Minuten bevor die einzelnen Bands auf die Bühne kamen, einsammeln und in den Bühnengraben begleiten. Doch Glück gehabt! Im Gänsemarsch ging es zum Bühnengraben.

Den Anfang machten Cryssis mit „She Loves“ und „Words“. Und obwohl das Publikum zunächst eher verhalten reagierte – spätestens bei „Could It Be“ hatten sie die Menschenmasse auf ihrer Seite. Die Mitsingaktion, die bereits bei Ärztekonzerten zum Besten gegeben wurde, verfehlte ihre Wirkung auch hier nicht. Und wenn man die einzelnen Bandmitglieder beobachtete, konnte man sehen, wie sehr sie sich über die letzten Monate gesteigert hatten und es machte Spaß, ihnen dabei zuzusehen.
Noch bevor sie ihr Set mit „School Days“ beendeten, verschwand ich wieder zum Einlass – Frank Turner zu fotografieren, wollte ich mir auf keinen Fall nehmen lassen.

Frank Turner in Hamburg - Foto: Arabell Walter

Frank himself eröffnete seinen Support-Slot mit „If Ever I Stray“ und alle Zweifel, dass das Publikum vielleicht doch lieber die Murphys sehen wollte – zwei Supportbands ziehen sich ja immerhin ganz schön die Länge – waren verflogen. Das Publikum sang bereits jetzt aus voller Kehle mit hinterließ bei mir einen bleibenden Eindruck. Bei „Glory Hallelujah“ fing die Menge zudem an, ausgelassen zu tanzen. Das Highlight ereignete sich allerdings bei „Four Simple Words , einem Lied vom neuen Album. Franks Wunsch, dass beim Mittelteil des Songs alle wild tanzen würde, erfüllte sich sofort und für einen Moment war ich mir nicht mehr sicher, ob das nun der Support- oder der Mainact auf der Bühne war. Die gut gefüllten Bierbecher flogen ab sofort im Sekundentakt und bei „I Still Believe“ sang das Publikum die den Refrain laut mit, dass ich nur noch grinsen konnte! Mit „Try This At Home“ beendete er sein Set und baute somit musikalisch die perfekte Überleitung zu den Murphys.

Ein bisschen traurig darüber, dass die Show von Frank nun schon vorbei war, hieß es nun, auf die Jungs aus Boston zu warten. Dabei fiel natürlich auf, dass das Publikum überdurchschnittlich grün gekleidet und überdurchschnitt blau betrunken war. Nicht in der Art und Weise, dass ich es als störend empfand; ich konnte mich viel mehr über die eine oder andere Person belustigen, die von Freunden gestützt zu einem der Sitzplätze wankte.

Dropkick Murphys in Hamburg - Foto: Arabell Walter

„The Boys Are Back“ schmetterten die Dropkicks wenig später durch die Sporthalle. Mit dem Albumopener zu beginnen war natürlich ein gekonnter Schachzug, denn die Halle bebte, tobte und sang lauthals mit. Es machte Spaß, dem ganzen Spektakel eine Weil zuzusehen, doch nach einer Hand voll Songs, entschieden wir uns, erst einmal am Merchandise von Frank Turner vorbei zu sehen, bevor der am Ende des Konzertes womöglich ziemlich überlaufen war.

Zu meiner Überraschung stand dort niemand geringeres als Frank. Also wurde die aktuelle Live-DVD gekauft und eine ganze Runde gequatscht, ehe er sich verabschiedete, um mit den Dropkick Murphys einen Song zum Besten zu geben und Cryssis am Merchstand auftauchten. So geschah es, dass wir nahezu den kompletten Auftritt der Bostoner verpassten. Manch einen hätte das wohl gestört, aber da ich hauptsächlich wegen den Supportbands gekommen war, konnte ich darüber hinweg sehen – der Abend hatte sich gelohnt und ich kann’s nicht erwarten, Frank bald in London zu sehen!

Arabell Walter.

About admin

  1. Jens-Uwe Schmidt30. Januar 2013, 10:40

    Na ja, ich fand den Auftritt von Frank Turner eher etwas kraft- und saftlos (als Support der Dropkick Murphys). Lag vielleicht auch an der Akustik. Obwohl der Gitarrist als auch der Bassist ordentlich über die Bühne tobten, waren sie doch kaum zu hören. Umso erstaunlicher (jedenfalls für meinen Sohn und mich als Änhänger eher härterer Rockmusik) daher, wie enthusiastisch die Fans mitgingen.
    Beim Auftritt des Hauptacts kochte die Halle dann aber richtig – und dann gab es auch keinen Zweifel mehr hinsichtlich der Bewertung: wer ist Support und wer ist der Headliner?
    Die Geschmäcker sind halt verschieden…

    Reply
  2. lieblingstape30. Januar 2013, 15:51

    Hey Jens-Uwe,

    ich weiß nicht, ob es eine generelles Soundproblem der Sporthalle ist, aber es gab tatsächlich Stellen, an denen der Sound mieserabel war. (Das aber auch bei Cryssis, weshalb ich direkt nach dem fotografieren immer wieder an die gleiche Stelle – mit gute Sound – zurück gegangen bin.) Leider schade; aber was den Geschmack angeht, hast du natürlich Recht. Der ist nun mal verschieden 🙂
    Grüße,
    Ara

    Reply