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Ein Konzert zum Feiern – Enter Shikari in Köln!

Written by admin, 5 Jahren ago, 0 Comments

Enter Shikari live in Köln - Foto: Joscha HäringDie englischen Trancecore Jungs von Enter Shikari beehrten das Kölner Publikum mal wieder  mit einem Konzert in der Live Music Hall. Als Support holten sie sich die Cancer Bats aus Kanada mit ins Boot. Eine schöne Kombination für einen kalten Winterabend.

Die Cancer Bats eröffneten den Abend – ein wenig früher als angekündigt, aber dennoch war die Halle schon gut gefüllt. Der kanadische Southern Rock Gitarrensound schepperte durch Mark und Bein und wärmte die Halle auf Betriebstemperatur auf. Die markante Stimme von Sänger Liam Cormier schrie sich in die Köpfe der Zuschauer. Die Band war vielen Besuchern nicht unbekannt. So gab es schon zu Beginn Circle Pits, headbangende Menschen die die Musik feierten und mitsangen. Fokus lag ganz klar bei neueren Songs, aber eine Vorband will natürlich eher ihre aktuellen Lieder promoten. Spätestens als sie ihr Sabotage-Cover von den Beastie Boys spielten konnte jeder im Raum mitsingen. Die Cancer Bats sind was live-Shows betrifft ein sicheres Pferd. Mich haben sie live noch nie enttäuscht. Umso schöner dass sie den Abend ins Rollen brachten.

Nach der lauten Vorband wurde sehr schnell umgebaut und sehr ausführlich soundgecheckt. Leider änderte das nichts daran, dass beim ersten Lied von Enter Shikari Mikrofon, Gitarre und Bass teilweise nicht zu hören waren. Etwas schade, aber die Besucher ließen sich nicht davon stören. Bei einem Enter Shikari-Konzert fackelt das Publikum nicht lange – es ist sofort auf 180! Zu Sssnakepit und Melt Down wurde in lautester Stimmlage mitgesungen.

Leider wurde nach den ersten Liedern, zumindest für ein paar Menschen, die Konzertathmosphäre durch strenge Management-Auflagen gestört. Die Fotografen wurden gezwungen, die Halle nach den ersten drei Liedern zu verlassen. Erneuter Einlass war nur ohne Kamera möglich. Ich finde es wirklich schade, dass das Management solche Auflagen für nötig hält. Wir sind bei Konzerten, um über die Bands zu berichten und Promotion für sie zu machen. Solche strenge Regeln verpassen der Veranstaltung direkt einen negativen Beigeschmack.

Enter Shikari live in Köln - Foto: Joscha Häring

Zurück in der Halle wurde die Show genossen. Die Bühnenshow ist bei Enter Shikari mittlerweile sehr spektakulär geworden. Große LED-Säulen verliehen den Musikern ein imposantes Auftreten. Was ich bei Enter Shikari-Konzerten besonders mag: Viele Lieder werden in alternativen Versionen gespielt. Manchmal ist es nur ein anderes Intro, manchmal werden aber auch komplett andere Elektroparts eingespielt. Das sorgt jedes Mal erneut für Abwechslung und Tanzeinlagen bei Publikum und Band.

Was ebenfalls für Abwechslung sorgte, war die Agilität der Bandmitglieder. Ab und zu findet man einen Gitarristen oder Sänger auch mal im Publikum wieder. Bei Return to Energizer arbeitete sich Sänger Rou bis zur Theke durch und performte das Lied von dort bis er zur Bühne zurücksurfte.

„Danke dass ihr mit uns geschwitzt habt“

Mit diesen Worten wurden die letzten Töne eingeläutet. Das letzte Lied Zzzonked endete in einem großen Rave. Das Konzert zeigte mal wieder was für eine geniale Partyband Enter Shikari sind. Durch den zunehmenden Erfolg ist es ihnen mittlerweile möglich auch bei der Lichtshow zu trumpfen.

Im Februar begeben sich die Engländer in ein Studio an einem „geheimen Ort“. Wir sind gespannt was es damit auf sich hat und was dabei rauskommen wird. Die Deutschland-Tour ist erstmal vorbei, aber wir können uns sicher sein dass Enter Shikari zurückkommen. In Köln haben sie sich zumindest sehr wohl gefühlt.

Joscha Häring.

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  1. gefuehlsbetont23. Januar 2013, 14:29

    In München war das genauso – da fingen die Cancer Bats auch deutlich früher an als geplant. Find ich ja eher weniger gut… haben Enter Shikari wirklich mit Sssnakepit begonnen? Normalerweise war doch immer(auch passenderweise) System/Meltdown – zwei Lieder in einem sozusagen wie der Albumopener eben ist, der Beginn der Konzerte…

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    • lieblingstape23. Januar 2013, 15:08

      Bei einem Konzert bei dem zwei Bands spielen finde ich es echt nicht gut wenn einfach 20 Minuten früher begonnen wird. Ich hatte zB Glück dass ich schon am Graben stand. Die anderen Fotografen konnten teilweise erst ab dem zweiten Lied fotografieren weil sie noch nicht darauf vorbereitet waren dass es schon losging.
      Sssnakepit war nicht der Opener sondern wenn ich es richtig im Kopf habe das dritte Lied. Wie du schon gesagt hast System und Melt Down. Im Text meinte ich nur dass bei den Liedern lauthals mitgeschrien wurde, nicht dass sie in der Reihenfolge wie ich sie erwähnt habe gespielt wurden. Entschuldige bitte wenn ich mich da misverständlich ausgedrückt habe.
      Joscha.

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