Über die Liebe zur Musik…

Hardcore im Hamburger Hafenklang

Written by admin, 5 Jahren ago, 0 Comments

Major League im Hamburger Hafenklang - Foto: Arabell WalterMeine erste Woche in Deutschlands schönster Hafenstadt neigte sich dem Ende zu und nichts kam gelegener als das Konzert von Such Gold im gemütlichen Hafenklang. Hin- und hergerissen, ob ich mich schon zur ersten Band dort blicken lassen wollte, raffte ich mich kurzerhand doch noch auf und verpasste letztendlich nur die ersten zehn Minuten von Smile And Burn.

Was ich nach der ersten Hörprobe abwertend mit „Poppunk“ bezeichnet hatte, zeigte sich live durchaus als tanzbare Rockmusik, die für Stimmung sorgte. Hab ich tanzen gesagt? Für den Fall, dass die GEMA hier mitliest: Keiner hat getanzt, geschweige sich bewegt.
Wider erwarten machte bereits die erste Band richtig Laune und das lag mit Sicherheit aus der Kombination gute Musik, Musiker die Spaß haben und ein Sänger, der die eigene Show in etwa so abfeierte, wie Beatsteaks-Sänger Arnim.

Ehe man sich versah war die Spielzeit der ersten Band auch schon wieder vorbei und Major League betraten die Bühne. Auch hier war die Überraschung groß, denn live klangen sie eine ganze Spur mehr nach Hardcore als auf Platte. Das schien nicht nur mir sehr zu gefallen. Der Aufforderung des Sängers, doch bitte die Lücke zur Bühne zu schließen, wurde Folge geleistet und als ich mich umdrehte, erkannte ich, dass es bereits jetzt schon verdammt voll geworden war. Ein bisschen schade, dass Major League nach einer knappen halben Stunde dann schon wieder die Bühne räumten, doch immerhin warteten noch Such Gold auf ihren Einsatz.

Such Gold im Hamburger Hafenklang - Foto: Arabell Walter

Dieses Mal klappte der Umbau ein wenig schneller und als ich entdeckte, dass der Gitarrist von Such Gold ein „Postal Service“ trug, konnte ich mir nicht einmal mehr mein zufriedenes Grinsen  verkneifen. Sobald Such Gold mit „Two Years Plan“ ihr Set eröffneten, gab es in den ersten drei bis vier Reihen kein Halten mehr. Es wurde gepogt, sich bewegt und lauthals der Text Richtung Bühne gebrüllt. Ein kleiner Gänsehautmoment, da der Song mein Favorit auf ihrem Album ist. Leider schwächte die Stimmung dann ein wenig ab. Das soll nicht heißen, dass das Publikum nur rumstand und schweigend die Band ansah. Hier und da waren einige Leute verdammt textsicher, was den Such Gold Sänger mehrmals zum Grinsen brachte.
Such Gold im Hamburger Hafenklang - Foto: Arabell WalterNatürlich betitelten sie das Konzert im Hafenklang bereits nach der Hälfte der Spielzeit als das beste ihrer Deutsclandtour – das macht man eben so. Und warum die Leute für sie klatschten, verstanden die Jungs, die kaum älter als Anfang 20 sein dürften, auch nicht. Aber die strahlenden Gesichter verrieten, dass ein „Thank you guys“ aus ihrem Mund ehrlich war.
Nachdem das Set gespielt war und der Schlagzeuger schon im Publikum verschwunden war, ertönten aus den hinteren Reihen die ersten „Zugabe“-Rufe, während die vorderen den Sänger baten, doch noch einen Song zu spielen. Begeistert wie sie waren, ließen sich Such Gold darauf ein und brachten zum Abschluss noch eine Cover-Version einer befreundeten Band, bei der Sänger und einer der Gitarristen kurzerhand die Position wechselten. Ein gelungener Abschluss eines verdammt guten Abends.

Wenn man wegen einer Band zu einem Konzert geht und dort von dieser Band und ihren beiden Supportbands überzeugt wird, dann hat man alles richtig gemacht! Gerne wieder!

Arabell Walter.

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  1. (B) OLD21. Januar 2013, 07:16

    der review kann ich nur zustimmen!
    such gold sind wirklich unglaublich sympatische typen und das konzert war wirklich fett. ( nicht zu vergessen: der doppelgänger;-)

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